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| 11:27 Uhr

Aktuelles aus der Stadt
In Falkenberg ist Mitdiskutieren ausdrücklich erwünscht

 Der Falkenberger Bahnhof als „Tor zur Stadt“ bleibt im Blickfeld der Stadtverantwortlichen - sowohl der Bahnhof selbst als auch dessen Umfeld.  Das wird bei anstehenden Debatten um zukünftige Bau- und Sanierungsvorhaben garantiert eine Rolle spielen.
Der Falkenberger Bahnhof als „Tor zur Stadt“ bleibt im Blickfeld der Stadtverantwortlichen - sowohl der Bahnhof selbst als auch dessen Umfeld. Das wird bei anstehenden Debatten um zukünftige Bau- und Sanierungsvorhaben garantiert eine Rolle spielen. FOTO: LR / Sylvia Kunze
Falkenberg . Wenn es um zukünftige Bau- und Sanierungspläne geht, stehen zwei Fragen an vorderster Stelle: Wie können sie finanziert werden? Wie passen sie in das Bild der Stadt? Von Sylvia Kunze

In der Eisenbahnstadt wird Zukunft gedacht. In Form eines integrierten Stadtentwicklungskonzepts, das bereits auf dem Tisch liegt und das Voraussetzung dafür ist, künftig an Fördermittel in Sachen Stadtentwicklung und Stadtumbau zu kommen, ist dabei der Anfang gemacht. Was es beinhaltet? Wie damit weiter umzugehen ist? Über solche Fragen und über Ideen der Bürger, wie sie das Stadtgebiet weiter gestalten würden, soll in einer Gesprächsrunde am Donnerstag, 31. Januar, ab 18 Uhr im Haus des Gastes informiert und diskutiert werden.

Vorausgegangen sind dieser Konzepterstellung, die Teile der städtischen Zukunft für die nächsten zehn bis 15 Jahre skizziert, bereits mehrere Beratungen. Auch mit Einwohnern der Stadt. „Die Resultate des bisherigen Planungsprozesses, vor allem, welche konkreten Maßnahmen daraus abgeleitet wurden, werden in einem Bürgerdialog am Donnerstag vorgestellt. Ich lade alle Bürger herzlich ein, sich an diesem für unsere Stadt wichtigen zukünftigen städtebaulichen Entwicklungsprozess zu beteiligen“, ruft Bürgermeister Herold Quick zum Weiter- und Mitdiskutieren auf.

Wie er ankündigt, soll das nicht die einzige Form von Mitsprache bei zukünftigen städtischen Entwicklungen sein. „Stadt-Land gestalten – mach mit“ ist die nächste Aktion, die sich anschließt. Quick bezeichnet sie als ein „Projekt mit großer Außenwirkung“, das zusammen mit der Brandenburgischen Architektenkammer umgesetzt wird und das Bau-Kultur in ländlichen Räumen in den Mittelpunkt stellt. „Unterstützung bekommen wir durch das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung. Wir werden uns mit vielen Akteuren vor Ort der Frage widmen, welche örtlichen Traditionen, Interessen und Entwicklungsziele dabei zu berücksichtigen sind und mit welchen fachlichen Problemen und Aufgabenstellungen sich unsere Stadt befassen möchte und sollte“, ermöglicht der Bürgermeister einen ersten Einblick in das Geplante.

Dabei solle auf starke bürgerschaftliche Mitsprache gesetzt werden. Man erhofft sich Anstöße für eine „gemeinsam entwickelte gute Baukultur vor Ort“ und will „beispielhaft zeigen, welche örtlichen Kräfte mobilisiert und genutzt werden können für den Erhalt und die Entwicklung unverwechselbarer Städte und Gemeinden in ländlichen Räumen Brandenburgs“. Auch dazu lädt Quick schon jetzt herzlich zum Mitmachen ein, damit dieses anspruchsvolle Projekt gelingt.

Bauamtsleiterin Gundula Manigk plant, dass im Frühjahr in die Planung und damit auch in die Diskussion eingestiegen wird. „Das Integrierte Stadtentwicklungskonzept wird uns dabei durchaus als Basis dienen. Es gilt, besondere Details herauszuarbeiten. Die werden sicherlich sehr von Eisenbahn geprägt sein, denn die hat schließlich viele wesentliche Einflüsse auf unsere Stadt“, so Gundula Manigk, die ebenfalls auf eine breite Bürgerbeteiligung hofft. Es solle jedenfalls, kündigt die Amtsleiterin an, dazu mehrere Gesprächsrunden geben, an denen sich Falkenberger und andere Interessierte beteiligen können.

Für den Bürgermeister steht indessen fest: „Das wird sicher auch sehr viel Arbeit für die Verwaltung. Aber ich denke, die wird sich lohnen und perspektivisch im Stadtbild sichtbar sein.“ Falkenberg sei übrigens aktuell die einzige Stadt im Land Brandenburg, die auf diesem Weg über Baukultur im ländlichen Raum mit Fachleuten spricht und so auf einem besonderen Weg Zukunft gestaltet.