ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 09:12 Uhr

Baugeschehen
Dritte Kita fertig — jetzt folgt die Vierte

 Mit einem unterhaltsamen Bauarbeiter-Lieder-Programm haben die Kinder der Einrichtung die Übergabe der neu sanierten Kita "Schmetterling" in Falkenberg eröffnet und sich bei allen, die zum Gelingen beigetragen haben, bedankt.
Mit einem unterhaltsamen Bauarbeiter-Lieder-Programm haben die Kinder der Einrichtung die Übergabe der neu sanierten Kita "Schmetterling" in Falkenberg eröffnet und sich bei allen, die zum Gelingen beigetragen haben, bedankt. FOTO: LR / Sylvia Kunze
Falkenberg. In Falkenberg ist die feierliche Übergabe der fertig sanierten Kindertagesstätte „Schmetterling“ erfolgt. Parallel dazu ist die nächste Kita freigezogen und zur Erneuerung bereit. Von Sylvia Kunze und Rico Meißner

Am Freitagnachmittag ist in Falkenberg in der Rothsteinslache die Kindertagesstätte „Schmetterling“ nach mehr als einjähriger Sanierungszeit wieder eingeweiht worden. Sie ist zwar schon einige Tage in Betrieb, aber ohne so ein offizielles großes symbolisches Dankeschön an alle, die hier ein gutes Werk getan haben, wollten weder Stadt- noch Kitaverantwortliche die Baumaßnahme beenden.

Am Anfang nur eine kleine Idee

Carmen Göbel, Leiterin der beiden unter ASB-Trägerschaft stehenden Kindertagesstätten „Sonnenblume“ und „Schmetterling“, kann ihr Glück noch gar nicht richtig fassen. Beide Häuser sind saniert, für die nächsten Jahre wieder gut aufgestellt und bieten deutlich bessere Bedingungen für Kinder und Erzieher. Am Anfang habe man für die Rothsteinslache nur die Idee gehabt, eine Überdachung von einem Haus zum anderen zu bauen, erinnert sie sich. Jetzt stehe sie vor einer „Fünf-Sterne-Kita“, lobt sie das Geschaffene.

Der neue Verbinder, das Herzstück des Vorhabens, das 250 Quadratmeter Fläche bietet, wurde nach dem Feng-Shui-Konzept geplant und schafft nicht nur den wettergeschützten Weg von einem Gebäude zum anderen, sondern zugleich zusätzlichen Platz und Spiel-Angebote für die zu betreuenden Steppkes. Das sind in dieser Einrichtung aktuell 80. Weitere Arbeiten in den beiden Häusern runden die Baumaßnahme ab.

Keine Baupause in Falkenberg

Kita Nummer drei im Falkenberger Stadtgebiet ist damit fertig. Es folgt auch gleich die Sanierung von Kita Nummer vier: die „Villa Regenbogen“ in Falkenberg. Die ersten Aufträge sind längst raus. Am Donnerstagabend haben die Stadtverordneten in ihrer Sitzung noch einmal kräftig nachgelegt und weitere Gewerke auf die Baustelle beordert.

„Wir sind dann mal weg“, ist in den Fenstern der Einrichtung zu lesen. Während im „Schmetterling“ Einzug gefeiert wurde, ging der „Regenbogen“-Umzug in die Übergangsräume in das ehemalige Schulgebäude in der Innenstadt, wo auch schon die „Sonnenblumen“- und „Schmetterlings“-Kinder während der Bauphasen ihrer Kitas betreut worden waren, gerade in die Schlussphase, damit ab dieser Woche die nötige Baufreiheit herrscht. „Es wird eine komplette energetische Sanierung. Von Elektrik über Heizung, Sanitär, Fassade bis hin zum Eingangsbereich“, umreißt Leiterin Constanze Zeller das, was sie als „ein spannendes Abenteuer für uns alle“ empfindet. Ein Jahr soll die Sanierung dauern.

Kinder „helfen“ fleißig mit

Die Kinder wurden von Anfang an eingebunden und werden die Baumaßnahmen als Jahresprojekt im Rahmen des „Hauses der kleinen Forscher“ begleiten. In Absprache mit den Firmen wird auch eine Weiternutzung des Spielplatzes möglich sein, freut sich die Kita-Leiterin.

Die Eltern zeigten Verständnis, dass die Sanierung notwendig sei. Schließlich seien einige bereits selbst als Kinder in der Einrichtung gewesen und manchmal sei schon ein Satz im Stil von „das sieht ja immer noch so aus wie zu meiner Zeit“ gefallen.

Auf dem Dach der „Villa Regenbogen“ wird übrigens eine Fotovoltaikanlage installiert, verbunden mit der Möglichkeit, den Kindern kindgerecht die täglich produzierte Energiemenge anschaulich zu machen. Oder wie ein Kind es auf die Frage, warum man denn umziehen müsse, ausdrückte: „Weil wir Platten aufs Dach kriegen.“

2,4 Millionen Euro investiert

2,4 Millionen Euro lässt sich die Stadt das Herrichten der „Villa Kunterbunt“ in Großrössen sowie der Häuser „Sonnenblume“, „Schmetterling“ und „Villa Regenbogen“ in Falkenberg kosten. 1,6 Millionen Euro davon sind Fördermittel, 780 000 Euro städtische Gelder. Noch nicht mitgerechnet, die weiteren Investitionen in den Hort und die Grundschule. „Geld für unsere Kinder und Bildung ausgeben, das ist das Beste, was wir machen können“, ist Bürgermeister Herold Quick überzeugt.

 Bei den Umzugsvorbereitungen im "Regenbogen" stand natürlich das Packen unzähliger Kisten an. Dabei konnten sich auch die Kleinen aktiv mit einbringen.
Bei den Umzugsvorbereitungen im "Regenbogen" stand natürlich das Packen unzähliger Kisten an. Dabei konnten sich auch die Kleinen aktiv mit einbringen. FOTO: Rico Meißner