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| 14:08 Uhr

Baugeschehen
Falkenberg investiert in Bildung und Sport

 Mario Wassermann von der Firma Süßkind aus Schönborn kümmert sich um die Elektrik in neu entstehenden  Anbau der Falkenberger Grundschule.
Mario Wassermann von der Firma Süßkind aus Schönborn kümmert sich um die Elektrik in neu entstehenden  Anbau der Falkenberger Grundschule. FOTO: Dieter Müller
Falkenberg. Auf den Baustellen geht es voran. Egal, ob Schule, Kita oder Turnhalle – die Arbeiten liegen gut in der Zeit. Von Sylvia Kunze

In der Stadt Falkenberg herrscht der Bauboom an. Besondere Aufmerksamkeit genießen seit Monaten Bildung, Kinderbetreuung und Sport. Aktuell fallen in diesen Bereich die Baustellen an der Grundschule, in der Kita „Villa Regenbogen“ sowie in der Turnhalle im Ludwig-Jahn-Sportkomplex.

Bauplatz Grundschule: Der Anbau hat bereits im Vorjahr Gestalt angenommen. Jetzt sind die Gewerke im Inneren der beiden Stockwerke dabei, alles vorzubereiten. Sobald die Elektriker die letzten Leitungen verlegt haben, sollen die Estricharbeiten beginnen, sollen die Maler zur Tat schreiten und sollen die Fußbodenleger zum Einsatz kommen. So sieht es der Plan vor. Und so sind die Aufträge vergeben. „Minimalziel: Wir wollen wenigstens eine Etage des Anbaus ab dem Schuljahresbeginn im Sommer nutzen können“, sagt Planerin Annett Hussock.

Der Platz würde als Ausweich dringend benötigt, wenn wegen der Bauarbeiten im zweiten Bauabschnitt, die Etage über dem Verbinder, Klassen doch einmal hin- und herziehen müssen und Unterricht nicht ganz so kontinuierlich in allen Räumen stattfinden kann.

Zwischendurch sah es mit dem nahtlosen Übergang zum nachfolgenden Bauabschnitt jedoch mal ganz brenzlig aus. Für das Bauhauptgewerbe war die erste Ausschreibung ohne Angebote geblieben. Eine zweite Ausschreibung brachte dann das erhoffte Ergebnis. Auf diese hatten sich immerhin zwei Firmen gemeldet. In der Sondersitzung des städtischen Hauptausschusses am gestrigen Montagabend stand die Auftragsvergabe an. Ebenso wie für Zimmerer- und Dachdeckerarbeiten, Tischlerarbeiten und weitere Gewerke, die in der Grundschule tätig werden sollen.

„Ohne Bauhauptgewerk wären wir  ausgerechnet in den Sommerferien in einen Baustillstand hineingeschlittert. Das wäre eine Katastrophe gewesen“, ist Annett Hussock froh, dass diese abgewendet werden konnte.

Planerin und städtisches Bauamt haben allein mit dem Um- und Ausbau der Grundschule alle Hände voll zu tun. „Hier laufen drei Fördermaßnahmen zusammen“, erläutert Bauamtsleiterin Gundula Manigk. Es sei unendlich viel zu koordinieren. Und alles müsse extra ausgeschrieben werden: für den Anbau, für den das Konzept „Gemeinsames Lernen“ und die dafür ausgereichten Fördermittel greifen, für die Arbeiten im Rahmen von „Medienfit“ sowie für die Veränderungen zur Verbesserung der Sicherheit, die vom „KIF-Programm“ profitieren. „Das heißt in der Folge, dass wir beispielsweise auch drei Mal Elektrikerarbeiten ausschreiben und genau aufpassen und sortieren müssen, was zu welcher Maßnahme gehört, damit die Fördermittel sauber abgerechnet werden können“, zeigt Gundula Manigk zusätzlichen Arbeitsaufwand auf.

Dennoch läuft’s gut. „Die Zusammenarbeit mit den vor Ort tätigen Baufirmen ist prima. Wenn wir sie bitten, beispielsweise wegen einer Klassenarbeit den Geräuschpegel zu senken, dann klappt das auch“, lobt Schulleiterin Simone Lösler. Wie zur Bestätigung des Gesagten fragt in diesem Augenblick der Elektriker an, ob für ihn am Samstag die Schule aufgeschlossen werden könne. Er wolle Stemmarbeiten ausführen, die an Schultagen zu laut ausfallen dürften. Über den kleinen Dienstweg ist das schnell geklärt, und der Handwerker hat freie Bahn.

Bauplatz Kindertagesstätte „Villa Regenbogen“: Hier steht alles auf Start. Seitdem die Kinder ausgezogen sind und Baufreiheit herrscht, wurden erst einmal Abbrucharbeiten vorgenommen. Mit der Baufirma Preuß, die ebenso wie schon in der Schule in der Kita tätig werden soll, sind letzte Absprachen getätigt worden. Aus Brandschutzbelangen hatte sich kurzfristig noch eine Änderung zu den bisher bekannten Plänen ergeben. Von einem Gruppenraum soll Richtung Garten ein weiterer direkter Zugang geschaffen werden. Aus einem Fenster wird eine Tür. Noch eine kleine Treppe davor — und schon ist es auch damit getan.

Die Bauarbeiten sollen jedenfalls in diesen Tagen starten, heißt es aus dem städtischen Bauamt. Ausreichend Aufträge haben die Stadtverordneten ja noch in ihrer zurückliegenden Sitzung vergeben.

Bauplatz Turnhalle am Ludwig-Jahn-Sportplatz: Dort läuft es nicht ganz so rund. „Wir hinken ein Stück hinter dem Zeitplan hinterher“, muss die Falkenberger Bauamtsleiterin eingestehen. Eigentlich, so die Vorgabe, sollten die Sanierungsarbeiten mit dem Ende der Herbstferien abgeschlossen werden. „Das werden wir aber voraussichtlich nicht schaffen, sondern etwas länger benötigen“, berichtet Gundula Manigk.

Schon während der Abbrucharbeiten sei man auf die Mehrarbeit gestoßen, als man unter den Umkleiden zwei Keller gefunden habe. Bevor die eigentlichen Arbeiten beginnen konnten, habe man diese erst einmal verfüllen müssen, erläutert die Bauamtschefin.  Auch bei der Decke in der Turnhalle sei zusätzliche Arbeit hinzugekommen, ergänzt sie. Mit den Schutznetzen davor habe man während des Sportbetriebs nicht erkannt, wie sanierungsbedürftig die Decke gewesen sei. Die wird nun nicht nur überholt, sondern komplett erneuert, zum Teil gleich mit ordentlichem Schallschutz.

 Jens Hattwig vom Bauunternehmen Hattwig nimmt in der Turnhalle Maß, damit die Arbeiten zügig weitergehen können.
Jens Hattwig vom Bauunternehmen Hattwig nimmt in der Turnhalle Maß, damit die Arbeiten zügig weitergehen können. FOTO: Dieter Müller