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| 08:43 Uhr

Aquaristik-Terraristik-Tage in Falkenberg
Mit Anbietern aus sieben Bundesländern

 Der Großteil der Besucher schaut sich auf der Messe nicht nur um, sondern hat auf dem Heimweg auch ein Mitbringsel für das heimische Hobby im Gepäck.
Der Großteil der Besucher schaut sich auf der Messe nicht nur um, sondern hat auf dem Heimweg auch ein Mitbringsel für das heimische Hobby im Gepäck. FOTO: LR / Sylvia Kunze
Falkenberg. Am Wochenende wird zu den Aquaristik-Terraristik-Tagen nach Falkenberg eingeladen. Die Aussteller stehen Schlange, denn die Messe ist in der Szene sehr beliebt. Von Sylvia Kunze

Das muss man sich schon mal auf der Zunge zergehen lassen: Das größte Aquaristik-Terraristik-Event im Osten Deutschlands, zu dem am Wochenende wieder nach Falkenberg in das Haus des Gastes eingeladen wird, wird von einer Jugendgruppe organisiert. Jens Helemann, Leiter der Gruppe, kann bei den Vorbereitungen und der Durchführung der Messe aber auch auf die Hilfe Erwachsener bauen. Eltern und Freunde der Jungaquarianer fassen mit zu.

Dennoch bringt das Messewochenende einen Berg von Arbeit mit sich. Seit Wochenbeginn wird aufgebaut. Allein das Platzieren der Tische für die Stände der einzelnen Anbieter, es sind mittlerweile Aussteller aus sieben Bundesländern für das zweitägige Event angemeldet und neu dabei sind unter anderem ein Züchter aus Bremen, tolle Garnelen aus Altenburg sowie Terrarianer aus dem sächsischen Raum, ist eine echte Herausforderung. „Wir gehen auf Wünsche ein, das macht unsere Messe auch so besonders und beliebt“, verrät Jens Helemann.

Auch die Liste der Referenten kann sich wieder sehen lassen. „Wir begrüßen am Samstag mit Dr. Stefan Hetz den ehemaligen VDA-Präsidenten, der über die Haltung und Zucht kleiner Harnischwelse spricht. Der zweite Vortrag geleitet uns in das Kuriositätenkabinett des Regenwaldes. Gerade heute, wo die Regenwälder wegen Brandrodung weltweit brennen, ist es interessant und wichtig, Einblick in die schützenswerte Flora und Fauna der Regenwälder zu nehmen. Mit Thomas Hoffmann vom Regenwaldmuseum „Phyllodrom“ aus Leipzig kommt ein absoluter Fachmann zu uns. Im November wird unsere Jugendgruppe dem Museum dann einen Besuch abstatten“, berichtet der AG-Leiter.

Am Sonntag treffen sich wieder die Zwergbuntbarschfreunde und besuchen den Reisevortrag über Peru von Bernd Schmitt aus Hamburg. Das zweite Referat gibt Einblick in die Geschichte der Aquaristik, als vor etwa 150 Jahren die ersten Makropoden nach Europa eingeführt wurden. Referent ist Hans- Jürgen Ende aus Halle.

Das Angebot darüber hinaus ist nicht weniger verlockend: Viele, auch seltene Zierfischarten werden in den Aquarien angeboten. Die Züchter geben gern Tipps aus erster Hand zu den optimalen Haltungsbedingungen und zur Vermehrung. Zwei Zoofachgeschäfte aus Ortrand und Großräschen sind mit Tieren und diversem Zubehör vor Ort. Seltene exotische Pflanzen gibt es von der Gärtnerei Golda, diverse Wasserpflanzen von Atlantis-Aquarienpflanzen Müncheberg und Cryptocorynen-Spezialitäten von Paule Hauer aus Berlin. Für die Terrarianer gibt es neben vielen Tieren, Zubehör und Futtertieren viele interessante Tipps. Gebrauchte Aquarienliteratur und eine große Tombola runden das Programm ab.

„Über interessierte Kinder und auch Jugendliche, die Spaß an der Haltung und Pflege exotischer Tiere haben, freut sich unsere Arbeitsgemeinschaft immer“, betont Jens Helemann, der es versteht, für immer wieder neue Herausforderungen zu sorgen. Zu diesen gehören unter anderem auch die jungen Bart­agamen, die jüngst aus den Eiern geschlüpft sind und nun aufgezogen werden.

Der AG-Chef berichtet: „Ende Juni wurden uns Eier von Bartagamen angeboten.  Aus anfänglich 13 Eiern die in einem Inkubator künstlich ausgebrütet wurden, schlüpften sechs, etwa acht Zentimeter lange Jungtiere. Schnell war ein Terrarium als Kinderstube eingerichtet, um die Zwerge mit Wärme und UV-Licht sowie Miniheimchen, Salat und kleinen Mehlwürmern aufzuziehen. Nach acht bis zwölf Wochen sind die Kleinen aus dem Gröbsten raus und suchen neue Besitzer. Einige jedoch haben jetzt schon so manches Herz erobert.“

Außerdem nimmt die Arbeitsgemeinschaft an einem Arterhaltungsprojekt einer Zwergbuntbarschart aus dem Moliwe-Fluss teil.  Darüber hinaus versprechen viele Exkursionen, Fahrten und interessante Projekte ein interessantes Hobby – und nicht zuletzt das große Erlebnis des Messewochenendes.

 Die Aufzucht von kleinen Bart­agamen ist die neueste Herausforderung für die Falkenberger Jungaquaristiker.
Die Aufzucht von kleinen Bart­agamen ist die neueste Herausforderung für die Falkenberger Jungaquaristiker. FOTO: privat / Jens Helemann
 Die Aufzucht von kleinen Bartagamen ist die neuste Herausforderung für die Falkenberger Jungaquaristiker.
Die Aufzucht von kleinen Bartagamen ist die neuste Herausforderung für die Falkenberger Jungaquaristiker. FOTO: privat / Jens Helemann
 Der Großteil der Besucher schaut sich auf der Messe nicht nur um, sondern hat auf dem Heimweg auch ein Mitbringel für das heimische Hobby im Gepäck.
Der Großteil der Besucher schaut sich auf der Messe nicht nur um, sondern hat auf dem Heimweg auch ein Mitbringel für das heimische Hobby im Gepäck. FOTO: LR / Sylvia Kunze