Die Mitstreiter des Vereins hatten sich alle erdenklich Mühe gegeben, viele Erinnerungen an einstiges quirliges Leben rund um den Eisenbahnknotenpunkt in ihrer Stadt zu wecken. Die Präsentationen im Museum selbst trugen dazu ebenso bei wie der Verkaufsstand und die drei Lokomotiven am Bahnsteig 5. Zwei standen für Besichtigungen bereit, mit der dritten konnten kleinere Runden durch das untere Bahnhofsgelände gedreht werden.
Vereinsvorsitzender Heinz Welisch war froh, dass so viel Nostalgie bewahrt werden konnte und ist heute noch der Initiative von Klaus Wackernagel dankbar, der vor zehn Jahren die Gründung des Vereins maßgeblich anregte. In der ehemaligen Empfangshalle im Bahnhofsgebäude hatte das Museum einen ersten Platz gefunden und erlebte einen wahren Besucheransturm. 1998 musste es in die ehemalige Baracke des Bundesgrenzschutzes umziehen. Und seit dem sind die Vereinsmitglieder auf der Suche nach einem besseren Standort. Das alte Bahnbetriebswerk hat es ihnen angetan, aber bislang führte kein Weg dorthin. Alle Bestrebungen verliefen im Sande. Kurios am Rande: Bei der Gründung des Vereins hatte ein Mitglied noch vehement gegen diesen Standort gesprochen, weil dieser zu der Zeit noch voller Leben war. Die Zeit hat auch dies überholt. Das Werk steht seit Jahren leer.
Bürgermeister Herold Quick brachte beim Fest seine Freude darüber zum Ausdruck, dass sich Leute gefunden haben, die diese Falkenberger Traditionen bewahren und sicherte auch zukünftig seine Hilfe zu. „Ich wünsche mir, dass ich in zehn Jahren wieder hier stehen kann und das 20. Jahr des Vereinsbestehens auf einem voll sanierten Bahnhof und mit einem Museum in Bahnbetriebswerk gefeiert wird, blickte er optimistisch in die Zukunft.“
Nicht nur er, sondern auch viele andere Gäste hatten statt Blumen Geld mitgebracht, um die Arbeit des Eisenbahn-Vereins zu unterstützen, damit man sich aus künftig an die alten Zeiten erinnern kann.