Damit war auch das Ziel für dieses Spiel gesteckt.
Der TSV begann entsprechend druckvoll, mit dem starken Wind im Rücken erarbeitete man sich rasch die ersten Möglichkeiten. In der 13. Minute musste der Tettauer Keeper sein ganzes Können bei Torsten Johns Freistoß unter Beweis stellen. Doch schon fünf Minuten später war auch er machtlos. Den langen Pass von René Marth legte David Brincker mustergültig auf Torsten John ab, sein straffer Schuss schlug unhaltbar im unteren rechten Eck ein. Wenig später hatte René Bartsch aus gut zehn Metern eine gute Gelegenheit zur Erhöhung des Spielstands, sein Schuss ging aber knapp neben das Tor.
Tettau, in der Anfangsphase recht harmlos, begann ab der Mitte der ersten Hälfte mit den ersten Angriffen auf das Schliebener Tor. Vor allen nach Standardsituationen war die Schliebener Abwehr nicht immer sattelfest, doch der Gastgeber konnte kein Kapital daraus schlagen, war vor dem TSV-Tor keineswegs gefährlich.
Ganz anders der TSV, noch zweimal brannte es vor dem Tettauer Gehäuse lichterloh. Zuerst konnte sich David Brincker auf rechts gut durchspielen, doch sein Passversuch auf die freigelaufenen Mitspieler konnte der Torwart noch im letzten Moment erreichen. Dann war es wiederum Torsten John mit einem seiner Dribblings an der Strafraumgrenze, der harte Schuss darauf berührte sogar noch den Außenpfosten.
In der zweiten Hälfte hatte der TSV gleich wieder eine Riesenchance, Heiko Gajewski lief frei auf das Tettauer Tor zu, sein Schuss ins lange Eck wurde vom Torwart nur Zentimeter neben das Gehäuse gelenkt. Nun wurde der Gastgeber auch wieder etwas aktiver, mehr als ein paar ungefährliche Distanzschüsse sprangen aber nicht heraus. Der TSV war mehr auf die Sicherung des Balles bedacht, die sich trotzdem bietenden Gelegenheiten wurden etwas leichtfertig vergeben. Schliebens Anhänger hofften, dass sich dies nicht noch rächen würde.
Die Tettauer Schlussoffensive konnte zunächst auch erfolgreich bekämpft werden, das Offensivspiel der Gäste war immer noch harmlos. Doch als der Schiedsrichter schon die Pfeife zum Abpfiff im Mund hatte, folgte noch ein Riesenschreck für die TSV-Fans. Einen weiten Abschlag des Torhüters nahm der gefährlichste Tettauer Stürmer Guido Lesche direkt. Sein Kracher aus gut sechs Metern konnte von Gerry Wagner mit einer Glanzparade entschärft werden.
Damit war der Auswärtssieg perfekt, und wieder stand die Null am Ende. Mit der gezeigten Leistung kann die Mannschaft zufrieden sein. In der kommenden Woche gilt es, die jetzige Form für das nächste schwere Auswärtsspiel in Döbern zu konservieren. Aufstellung: Wagner, Urban, Zwanzig, Marx, Bartsch, Barczyk, Brincker, Marth (ab 68.Min. Fleck), Meyer, Gajewski, John
Zuschauer: 270