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| 14:42 Uhr

„Wer lesen kann, ist klar im Vorteil“
Mit Schirm und Buch – Erster Lese-Flashmob in Uebigau auf dem Markt

 Auch wenn es gern mehr Teilnehmer hätten sein dürfen, etliche Leser von Jung bis Alt sind doch dem Aufruf zur ersten Aktion dieser Art in der Stadt gefolgt.
Auch wenn es gern mehr Teilnehmer hätten sein dürfen, etliche Leser von Jung bis Alt sind doch dem Aufruf zur ersten Aktion dieser Art in der Stadt gefolgt. FOTO: Rico Meißner
Uebigau. Die Bedeutung des Lesens steht im Mittelpunkt des Treffens. Noch immer können im Elbe-Elster-Land etwa 7800 Erwachsene nicht ausreichend lesen und schreiben. Von Rico Meißner

Zwar war die Anzahl überschaubar, jedenfalls für einen Flashmob, aber etliche hatten am Dienstagnachmittag doch den Weg auf den Marktplatz vor die Uebigauer Bibliothek gefunden, um am ersten Lese-Flashmob der Stadt teilzunehmen. Viele waren auch mit Regenschirmen ausgerüstet, nicht etwa wegen eventuell zu erwartenden Schauern, sondern aus Gründen des Sonnenschutzes. Das Alter der Teilnehmer reichte dabei vom Grundschul- bis ins Seniorenalter. Gerade die Jüngeren hatten ihr aktuelles Lieblingsbuch dabei. Initiiert wurde die Veranstaltung zum einen durch die Bibliothek Uebigau und zum anderen durch das Regionale Grundbildungszentrum des Landkreises Elbe-Elster.

Projektleiterin Sabine Rau machte dann auch gleich auf die Bedeutung des Lesens generell aufmerksam. Unter dem Motto „Wer lesen kann, ist klar im Vorteil“ ließ sie auch Anwesende etliche Thesen verlesen – sei es, dass Lesen der Zugang zum Wissen sei oder glücklich mache oder die Lust am Lernen steigere. Gleichzeitig machte sie auf einen weiteren Aspekt aufmerksam. „Wir haben, statistisch gesehen, im Landkreis etwa 7800 Erwachsene, die nicht ausreichend lesen und schreiben können“, so Rau. Jeder, der Hilfe benötige, könne diese aber im Grundbildungszentrum in Elsterwerda erhalten. Umso mehr strich sie auch die Bedeutung des Vorlesens bereits im Vorschulalter heraus. „Es gibt Eltern, die unterschätzen noch immer den Wert des Vorlesens, das Neugierigmachen auf das, was dort geschrieben steht.“ Das war Anlass für einige anwesende Kitaerzieherinnen, nachdenklich zu nicken.

Die Eltern der jüngeren Leser, die aus ihren mitgebrachten Büchern vorlasen, haben dann wohl alles richtig gemacht, wenn man die flüssige Vortragsart der Grundschüler in Betracht zieht.

Auch wenn es die erste Veranstaltung dieser Art in Uebigau war, steht für Bibliothekarin Karin Petri fest, dass man auch zukünftig solche Aktionen auf dem Schirm habe. „Natürlich machen wir weiter.“ Von Seiten der Stadt hätten sich die Organisatoren aber ein wenig mehr Interesse erhofft. Vielleicht beim nächsten Mal.

 Auch wenn es gern mehr Teilnehmer hätten sein dürfen, etliche Leser von Jung bis Alt sind doch dem Aufruf zur ersten Aktion dieser Art in der Stadt gefolgt.
Auch wenn es gern mehr Teilnehmer hätten sein dürfen, etliche Leser von Jung bis Alt sind doch dem Aufruf zur ersten Aktion dieser Art in der Stadt gefolgt. FOTO: Rico Meißner