ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 16:25 Uhr

Herzberg
Erster Schritt zur Sanierung des Botanischen Gartens

Herzberg. Stadt startet Wettbewerb zur Freiflächenplanung.

Immer wieder beschäftigt die Herzberger Stadtverordneten der Botanische Garten. Schon 1999 hatte es eine Genehmigung dafür gegeben, die Marxsche Villa zu einem soziokulturellen Zentrum auszubauen. Gescheitert ist das Projekt damals an anzunehmenden Mieteinnahmen der Stadt von den Vereinen, die bei den Fördermitteln für den Bau gegengerechnet werden sollten. Seitdem wird viel über das Ensemble von Garten und Villa geredet. Passiert ist bis auf die aufwändige Pflege des Gartens durch die Stadtgärtnerei aber nicht viel. Dabei liegt der Garten im Sanierungsgebiet der Innenstadt und könnte aus dem Programm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ gefördert werden. Um diese Förderung nicht in den Sand zu setzen, hat die Stadt jetzt einen EU-weiten Wettbewerb für die Planung der Freifläche ausgeschrieben. Nicht inbegriffen sind Villa und Nebengebäude, weil es dafür noch kein Nutzungskonzept gibt, erläuterte Stadtplanerin Janett Lehmann kürzlich im Bauausschuss.

An dem Wettbewerb konnten sich Landschaftsarchitekten und Freianlagenplaner beteiligen, wenn sie entsprechende Vorgaben erfüllen konnten. „Elf Teilnahmebeiträge sind eingegangen und wurden einer Punktbewertung unterzogen“, so die Stadtplanerin. Von den Teilnehmern wurden drei ausgewählt und aufgefordert, ihre Angebote einzureichen. Die Präsentationen werden in den nächsten Tagen erwartet. Am 7. November soll dann eine Jury den besten Bieter bestimmen.

„Es handelt sich hier um einen ersten Schritt bis zur Entwurfsplanung. Die Planungsleistungen werden zu 80 Prozent gefördert“, so Janett Lehmann. Ziel ist es, den Außenbereich in Teilabschnitten anzugehen. Die Zufahrt zum Botanischen Garten und der Bereich rings um die Villa sollen ausgespart bleiben, damit sie nicht wieder zerstört werden, sollte es mit der Sanierung der Villa doch einmal losgehen. Dafür stehen Fördermittel aus dem Programm Städtebaulicher Denkmalsschutz bereit. Die Stadt müsste sich also demnächst damit beschäftigen, wie die Villa sinnvoll genutzt werden kann. Konkrete Vorschläge gibt es dazu bisher noch nicht. Nicht zuletzt müssten auch die Kosten für den Betrieb des großen Gebäudes bedacht werden.

Was den Garten betrifft, so soll er auf keinen Fall „auf den Kopf“ gestellt werden, wurde im Bauausschuss betont. Man darf also auf die Wettbewerbsbeiträge der Planer gespannt sein.