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Erst ein vielstimmiges Raunen, dann "läuten" die "Abendglocken"

Die Don Kosaken bei ihrem Auftritt in der Falkenberger Kirche.
Die Don Kosaken bei ihrem Auftritt in der Falkenberger Kirche. FOTO: sk
Falkenberg. Nach drei Jahren Pause haben die Maxim Kowalew Don Kosaken am Freitagabend zum wiederholten Mal in der Falkenberger Kirche gastiert. Leider sind einige der Bankreihen unbesetzt geblieben. Sylvia Kunze

Die Zuhörer gehören zumeist der älteren Generation an. Haben die Kosaken-Gesänge womöglich auch ein Problem mit dem demografischen Wandel? Die Frage bleibt unbeantwortet.

Wer aber fragt, ob sie noch immer vermögen, Menschen in ihren Bann zu ziehen, der kann darauf ein klares "Ja" vernehmen. Die Besucher lauschen gebannt der zuerst mit melancholischer Intensität vorgetragenen russisch-orthodoxen Sakralmusik. Die sieben Sänger unter Leitung von Valery Haplichnik lassen erstaunen wegen ihrer Stimmgewalt, ihres Vermögens, ohne Verstärker und andere Technik das Gotteshaus mit ihrem Gesang voll auszufüllen.

Ein erstes lautes Raunen zieht durch die Bankreihen, als die bekannten "Abendglocken" angekündigt werden. Und auch das kurz darauf folgende "Ave Maria" kommt bekannt daher. Im zweiten Teil des Konzerts folgen dann russische Volksweisen, bei denen "Stenka Rasin" und "Kalinka" natürlich nicht fehlen dürfen.

Die Zuhörer sind begeistert und loben immer wieder die starken Stimmen der sieben Sänger, die allesamt sowohl a cappella im Chor als auch bei ihren Soloeinlagen zu überzeugen wissen. Auch Pfarrer Andreas Bechler ist beim Blick in die Runde zufrieden. Die Kirche als Ort der Begegnung, genau so sieht er die Zukunft des Hauses. Dennoch ist er für "dosierte" Konzertangebote. Die nächsten Termine sind bereits notiert. So sind im Advent das Weihnachtsoratorium und das Konzert des Jugendblasorchesters schon fest eingeplant. Und im nächsten Jahr soll es wieder Gospelmusik zu hören geben. Die war beim letzten Gastspiel so gut angekommen, dass eine Wiederholung folgt.