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| 14:34 Uhr

Baugeschehen
Eine Renovierung im Großen

Am Feuerwehr- und Dorfgemeinschaftshaus in Stechau ist Richtfest gefeiert worden. Es ist in diesem Jahr das "Großprojekt" im Fichtwald.
Am Feuerwehr- und Dorfgemeinschaftshaus in Stechau ist Richtfest gefeiert worden. Es ist in diesem Jahr das "Großprojekt" im Fichtwald. FOTO: LR / Sylvia Kunze
Stechau. Der Rohbau steht. Über dem Gerätehaus-Ersatzneubau in Stechau flattert der Richtkranz. Von Sylvia Kunze

Bei den Stechauer Kameraden macht sich Freude breit. Der Rohbau für den Ersatzneubau des Gerätehauses steht. Oben auf dem Dachgebälk flattert der Richtkranz. Bürgermeisterin Peggy Bulst hat eifrig gehämmert, um den letzten Nagel im Dachsparren zu versenken. Eine wichtige Etappe ist geschafft.

Von der Idee bis zu diesem Moment sind immerhin vier Jahr vergangen. Vier Jahre, in denen die Stechauer Feuerwehrleute ganz gewiss das eine oder andere Mal neidisch in andere, moderne Gerätehäuser geschaut haben und von der Zukunft träumten. Von einer Zukunft mit einem Versammlungsraum. Von einer Zukunft, in der die Einsatzbekleidung nicht auch noch in der ohnehin schon engen Garage ihren Platz finden muss. Von einer Zukunft mit ordentlichen Umkleiden und angemessenem Sanitärbereich. „Als die ersten Überlegungen 2014 angestellt wurden, gingen wir noch von einer Renovierung aus“, erinnert sich Wehrleiterin Peggy Claus. Dass sie schon bald nicht nur als Chefin der Truppe agiert, sondern auch noch Bauherrin wird, ahnte sie damals noch nicht.

Im Bemühen, Fördermittel für das Vorhaben zur Entlastung der Gemeindekasse aufzutreiben, wurde aus dem „kleinen“ ein durchaus „großes“ Projekt, das nun zum einen Zuschüsse vom Land Brandenburg und zum anderen auch Zuschüsse aus dem EU-Förderprogramm Leader erhält. Das jetzt aber auch nicht mehr allein das Schaffen besserer Bedingungen für die örtliche Feuerwehr, sondern mit dem Bau eines Dorfgemeinschaftsraums auch das Allgemeinwohl aller Stechauer im Blick hat.

Rund eine viertel Million Euro sind dafür veranschlagt. Zwei Drittel des Betrages sind in etwa Fördermittel, das restliche Drittel muss von der Gemeinde aufgebracht werden. Und um das zu schmälern, wollen die Kameraden selbst mit zufassen, wo es möglich ist und sie es zeitlich eintakten können. Ein erstes Mal waren sie schon im etwas anderen „Einsatz“, so haben sie zum Beispiel die Bretter für den Dachkasten gestrichen. Trockenbau, Malern und Außenanlagen gestalten sind weitere Arbeitsschritte, bei denen sie tätig werden wollen, berichtet die Wehrleiterin. Bis zum Jahresende soll bestenfalls alles geschafft sein. Die Stechauer sind jedenfalls darauf eingestellt, dass sie neben Einsätzen, Übungen, Wettkämpfen und anderen Aktionen auch dabei ihren Mann und ihre Frau stehen.

Nach dem Richtspruch von Zimmermann Heinrich Rühl versenkte Fichtwald-Bürgermeisterin Peggy Bulst den symbolisch letzten Nagel im Sparren.
Nach dem Richtspruch von Zimmermann Heinrich Rühl versenkte Fichtwald-Bürgermeisterin Peggy Bulst den symbolisch letzten Nagel im Sparren. FOTO: LR / Sylvia Kunze