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Ersatzneubau für Kaufland in Herzberg beschäftigt Gericht

Kaufland in der Osterodaer Straße in Herzberg möchte einen neuen Markt bauen.
Kaufland in der Osterodaer Straße in Herzberg möchte einen neuen Markt bauen. FOTO: ru
Herzberg. Mit dem geplanten Ersatzneubau für den Discounter Kaufland in Herzberg beschäftigt sich das Gericht, bestätigt das Herzberger Bauamt auf RUNDSCHAU-Anfrage. Der Grundstückseigentümer, die Grundstücksgesellschaft Friedrich Bremke GmBH & Co. Birgit Rudow

KG, hatte schon im Sommer 2014 einen Antrag auf Erteilung eines Vorbescheides für die Errichtung eines Kaufland-Verbrauchermarktes als Ersatzneubau in der Osterodaer Straße beim Landkreis gestellt. Geplant war ein Neubau mit einer Geschossfläche von 5100 Quadratmetern. Der bisherige Verbrauchermarkt und der Getränkemarkt sollten erhalten bleiben. Die Herzberger Abgeordneten des Bau-, Wirtschafts- und Umweltausschusses hatten nach Abwägung vieler Aspekte und in Absprache zum Beispiel mit dem Gewerbeverein dem Antrag auf Vorbescheid mehrheitlich zugestimmt.

Seitdem war in der Öffentlichkeit von dem Vorhaben nicht mehr viel zu hören. Wie die RUNDSCHAU aus dem Bauamt der Stadt Herzberg erfuhr, hat der Landkreis den Vorbescheid im April 2015 negativ beschieden. Das bestätigte der Kreis auf RUNDSCHAU-Nachfrage und gab als Begründung der Ablehnung an, dass er "planungsrechtliche Zulässigkeitsgründe" nach Paragraf 34 Baugesetzbuch nicht" sehe. Das bedeutet, dass sich das Einkaufszentrum nicht in die bestehende Bebauung einfügt. Gegen den Bescheid hat der Antragsteller Widerspruch eingelegt, den der Landkreis zurückgewiesen hat. Infolgedessen hat der Grundstückseigentümer im Herbst vergangenen Jahres Klage gegen die Entscheidung des Kreises beim Verwaltungsgericht Cottbus eingereicht. Zu Einzelheiten will sich der Kreis nicht äußern. Auch die zuständige Grundstücksgesellschaft wollte sich auf RUNDSCHAU-Anfrage nicht äußern.