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| 08:29 Uhr

Projekt ElsterPark
Erst Plädoyer, dann intensives Gespräch

 Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (M.) hat im ElsterPark genau hingehört, was ihm ElsterWerkstätten-Chef Dr. Frank Hamann (r.) und ElsterPark-Leiter Robert Haenzel im Gespräch berichtet haben.
Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (M.) hat im ElsterPark genau hingehört, was ihm ElsterWerkstätten-Chef Dr. Frank Hamann (r.) und ElsterPark-Leiter Robert Haenzel im Gespräch berichtet haben. FOTO: LR / Sylvia Kunze
Herzberg. ElsterWerkstätten-Chef Dr. Frank Hamann nutzt jede Gelegenheit, das dritte Vorhaben im Herzberger ElsterPark auf den Weg zu bringen. Vielleicht nun auch mit Ministerhilfe. Von Sylvia Kunze

Bei der Übergabe des Tourismuspreises hat der Brandenburger Wirtschaftsminister Jörg Steinbach das erste Mal von den ElsterWerkstätten und ihrem vielseitigen Engagement gehört. Nun durfte er den Werkstättenchef Dr. Frank Hamann vor Ort kennenlernen. Der nutzte zunächst erst einmal als Gastredner bei der 17. Sitzung der Reihe „Kabinett vor Ort“ am Dienstag die Chance, die versammelte Landesregierung auf die Arbeit mit behinderten Menschen in Elbe-Elster und darüber hinaus aufmerksam zu machen. „Mit einem flammenden Plädoyer“, von dem zumindest der Wirtschaftsminister noch Stunden später beeindruckt scheint.

Gesprächstermin vor Ort im ElsterPark

Bei einem Termin danach im ElsterPark kommt Steinbach dann mit Dr. Hamann und dem ElsterPark-Leiter Robert Haenzel intensiver ins Gespräch. Beide nutzen die Chance, um das Augenmerk auf das dritte, noch ausstehende Vorhaben der Stiftung ElsterWerk zu lenken: eine Kulturwerkstatt mit einem Saal für 200 Plätze, darunter auch behindertengerechte Plätze. Dass nach BlauHaus, TraumHaus und Kletterpark dieses Projekt noch nicht angegangen wurde, liegt hauptsächlich daran, dass es sich schwer finanzieren lässt.

In Steinbach finden die beiden Gesprächsrundengastgeber einen interessierten und aufgeschlossenen Zuhörer, auch weil er selbst in der Familie mit dem Thema Behinderung und Pflege konfrontiert sei. Doch einfach mal so Geld aus dem Ärmel schütteln, könne auch er nicht. Aber er wolle sich noch einmal mit dem Sozialministerium zusammensetzen, verspricht der Minister.

Mit „Ohana“ das nächste Projekt in Arbeit

Dr. Frank Hamann arbeitet indessen mit der Stifterinitiative Elbe-Elster am nächsten Projekt, für das am 3. Juli die Auftaktveranstaltung stattfinden soll: „Ohana“ — Auszeit für Familien mit schwerstbehinderten Kindern. Anliegen sei es, so Dr. Hamann, Familien mit schwerstbehinderten Kindern eine Woche Urlaub im TraumHaus zu ermöglichen. Urlaub in der Art, dass Familie vom schweren Alltag abschalten und gemeinsam Freizeit verbringen kann, während man sich vor Ort um die Betreuung des behinderten Kindes kümmert. „Wir wollen Patenschaften organisieren und haben in einem ersten Schritt Unternehmen angesprochen, mit denen wir zusammenarbeiten“, so Hamann.  Einen starken Partner, die Sparkassenstiftung „Zukunft Elbe-Elster-Land“, weiß er dabei schon an der Seite. „Als wir von dem Vorhaben hörten, haben wir sofort Mitarbeit signalisiert“, sagt Thomas Hettwer, Vorstand der Sparkassenstiftung