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| 14:43 Uhr

Sportliche Sommerpause
Elf Mannschaften kämpfen um Ochsencup

In Schlieben ist der 2. Ochsencup ausgespielt worden. Das Turnier im Zweifelderball sah viele spannende Begegnungen.
In Schlieben ist der 2. Ochsencup ausgespielt worden. Das Turnier im Zweifelderball sah viele spannende Begegnungen. FOTO: Dieter Müller
Schlieben. Völkerball-Turnier in Schlieben übertrifft in seiner zweiten Auflage die Premiere vom Vorjahr. Von Sylvia Kunze

Was für ein Turnier! Elf Mannschaften haben sich in einem mehr als sechs Stunden dauernden Kampf gegeneinander nichts geschenkt. Sie alle hatten ein gemeinsames Ziel vor Augen: den Sieg des Ochsencups. Doch die Verteidiger des Wanderpokals, die Spieler aus Polzen, ließen von Anfang an deutlich erkennen, dass sie nicht gewillt sind, den Pott einfach so wieder loszuwerden. So wurden sie dann auch wieder schnell als Favoriten gehandelt.

Aber: Ihre ehrgeizigen Pläne wurden von noch ehrgeizigeren Widersachern in einem echten Überraschungsteam durchkreuzt. Der VC „Strammes Euter“, erst einen Tag vor dem Turnier sozusagen in letzter Minute zusammengewürfelt, setzte stark dagegen. Unter der Regie von Paul Zwiebel schafften die Spieler es, den Titelverteidiger mit dem Vize-Titel abzuspeisen und sich selbst den Wanderpokal zu schnappen.

Die Idee der Schliebener Ochsenköppe als Gastgeber und Veranstalter des Turnier ist jedenfalls einmal mehr, im Vergleich zur Vorjahrespremiere sogar noch ein bisschen besser, aufgegangen: „Wir wollten die Sommer-Spielpause im Fußball mit einem anderen sportlichen Event überbrücken“, berichtet Dennis Unger. „Wir haben gutes Feedback von Spielern und Gästen erhalten. Da hieß es immer wieder: Macht weiter! Und genau das werden wir auch tun. Nächstes Jahr gibt es dann das dritte Turnier im Völkerball“, kündigt Unger an und hofft schon jetzt auf breite Teilnahme.

Große Vorgaben gibt es nämlich nicht. Die Mannschaft besteht aus sechs Feldspielern und dem König, bestenfalls noch ein paar Wechselspielern. Ob nur Männer, nur Frauen oder gemischte Truppen sich zusammenfinden, ist jeder Mannschaft selbst überlassen. Auch Kinder und Jugendliche können mitspielen.

„Es hat sich auch diesmal wieder gezeigt, dass nicht allein Wurfstärke über den Sieg entscheidet. Schnelligkeit, Reaktionsvermögen, Wendigkeit sind ebenso entscheidend“, weiß Dennis Unger, „und deshalb ist die Zusammensetzung der Mannschaft eher nebensächlich“. Die Schliebener Mädels, die einzige reine Frauentruppe, habe sich beispielsweise ebenfalls gut geschlagen.

Weniger Glück hatte das Team, das das Amt Schlieben vertrat. Es musste sich der starken Konkurrenz in seiner Gruppe beugen und schaffte es nur auf den letzten Platz. „Aber Teilnahme entscheidet“, bleibt Dennis Unger rundum sportlich eingestellt. Für alle Kinder und Frauen, egal mit welcher Platzierung, gab es deshalb als besonderes Dankeschön eine Medaille. Bei Livemusik, reichlich vom Grill und durstlöschenden Getränken ging es dann noch gemütlich bis in den Abend hinein weiter.