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| 15:12 Uhr

Elbe-Elster stark im Nichtraucherwettbewerb
Belohnungstag für Gewinner von „Be smart – don`t start“

Reiko Mahler (l.) und Ellen Martin (r.) übergeben die Urkunden und Gutscheine an die Schüler
Reiko Mahler (l.) und Ellen Martin (r.) übergeben die Urkunden und Gutscheine an die Schüler FOTO: LR / Rico Meissner
Herzberg. Von Rico Meißner

Einige sind stark geblieben und andere erst gar nicht schwach geworden. Für die erfolgreiche Teilnahme einzelner Schulklassen am Nichtraucherprojekt „Be smart – don´t start“ gab es am Freitag als Belohnung eine Auszeichnungsveranstaltung im Elsterpark in Herzberg.

Der bundesweite Anti-Rauch-Wettbewerb ist damit abgeschlossen. Bundesweit haben sich 6704 Klassen beteiligt. 5326 haben erfolgreich teilgenommen. Das heißt, eine zehn Prozent Abweichung durfte innerhalb der Klasse nicht überschritten werden. Brandenburg konnte mit 390 Klassen die bisher höchste Teilnahme verzeichnen. 304 von ihnen waren erfolgreich. Unter den 6. bis 12. Klassen der Schulen im Elbe-Elster-Kreis wurden durch jeweils einige Schüler folgende Schulen vertreten: die Oberschule Falkenberg, das Elsterschloss-Gymnasium, die Förderschule Lernen, die Grund- und Oberschule Elsterwerda (alle Elsterwerda), die Albert-Schweitzer-Schule, das Philipp-Melanchthon-Gymnasium (beide Herzberg) sowie die Oberschule Prösen und die Oberschule Ernst Legal in Schlieben.

Für diese Schüler gab es  nun einen „Aktiverlebnistag“ als Belohnung, unter anderem mit Bogenschießen oder Teppichcurling. Außerdem erhielten sie einen Zuschuss von 50 Euro für die jeweilige Klassenkasse. Überreicht wurden die Preise durch Reiko Mahler, Psychiatriekoordinator des Landkreises Elbe-Elster und von Ellen Martin von der überregionalen Suchtpräventionsfachstelle für Südbrandenburg des Tannenhof Berlin-Brandenburg e.V. in Lübben.

Seit 21 Jahren gibt es den Wettbewerb, seit zehn Jahren ist Brandenburg daran beteiligt. Offensichtlich mit Erfolg. „Seit Jahren gehen die Zahlen der Raucher an der Schule zurück“, so Ellen Martin. „Auch das Einstiegsalter hat sich verbessert, von 12,4 auf 14,7 Jahre.“ Besonders toll findet Ellen Martin die Organisation im Elbe-Elster-Kreis. „Unter der Leitung von Herrn Mahler findet die Abschlussveranstaltung immer an einem anderen  Ort statt, nicht nur in der jeweiligen Schule. „Ich versuche einfach aufzuzeigen, was es alles bei uns gibt“, so der sichtlich zufriedene Psychatriekoordinator.

Die teilnehmenden Klassen sind mit Eifer bei der Sache. „Die Schüler sind ganz stolz mit dabei zu sein“, erzählt Petra Merkel, Schulsozialarbeiterin der Grundschule Prösen. „Die sechste Klasse hat zum ersten Mal mitgemacht und gleich erfolgreich teilgenommen. Vor allem haben sich die Schüler auch selbst gegenseitig kontrolliert.“

Auch Leonie Miech, Lena Bahr und Kiara Kentzia aus der zehnten Klasse des Philipp-Melanchthon-Gymnasiums sind von dem guten Hintergrund des Wettbewerbs überzeugt. „Das Geld kann dann für die ganze Klasse genutzt werden und so werden alle belohnt“, so der Tenor. „In unserer Klasse raucht keiner mehr.“ Auch dieses Zusammenhalten ist ein Grund, gar nicht erst mit dem Rauchen zu beginnen. „Wenn man es für die ganze Klasse tut, ist der Ansporn viel größer, damit nicht anzufangen“, meinte etwa Nele Dreizehner von der gleichen Schule.

Für zwei Schulen gab es noch einmal Grund zum Jubeln. Der Landespreis, dotiert mit 200 Euro, ging an die 9a der Oberschule Falkenberg und für gemeinsame Klassenaktivitäten und lange Teilnahme konnten sich die 11b und 12a des Philipp-Melanchthon-Gymnasiums jeweils über 300 Euro freuen.