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| 18:41 Uhr

Ständige Heruasforderung
Elbe-Elster-Kameraden beim Waldbrandseminar

Elbe-Elster. Waldbesitzer sollen zum Brandschutz geschult werden.

Im Sommer 2018 ereigneten sich in Brandenburg 491 Waldbrände in mehreren Landkreisen. In einigen Fällen mussten Dörfer evakuiert und Autobahnen gesperrt werden. Teilweise waren mit Altmunition und Schadstoffen belastete Waldgebiete bzw. ehemalige Militärgelände betroffen. Dies stellte die Brandbekämpfer, auch die dort im Einsatz befindlichen Kameradinnen und Kameraden aus Elbe-Elster, vor besondere Herausforderungen.

Am vergangenen Wochenende  fand in Groß Kreutz ein weiteres, durch den Landesfeuerwehrverband Brandenburg organisiertes Seminar statt. Bereits im Oktober vergangenen Jahres wurde die 2018er-Waldbrandsaison in Paaren im Glien aktuell ausgewertet. Auch diesmal waren Kameraden aus Elbe Elster mit dabei, um sich weiterzubilden und sich einzubringen, teilt Kreisbrandmeister Steffen Ludewig mit.

Aktuell sind in der Arbeitsgruppe „Waldbrand“ des Landkreises Elbe-Elster Vertreter aus den Wehren Schradenland, Plessa, Herzberg, Schlieben, Bad Liebenwerda, Doberlug-Kirchhain und Kleine Elster organisiert. „Die in den Workshops und Seminaren erarbeiten und vermittelten Erkenntnisse sowie einsatzvorbereitende Maßnahmen sollen auf Landkreisebene gesammelt und allen Wehren vermittelt werden“, so der Kreibrandmeister. Hauptthemen des Workshops in Groß Kreutz waren Ausbildungsblöcke zu Löschwasserversorgung, Ausbildungsnotwendigkeiten und das Zusammenwirken mit anderen Institutionen. Die Feuerwehren wollen aus den überörtlichen, aber auch aus den im Landkreis entstandenen Wald - und Vegetationsbränden lernen, sich besser vorbereiten und einen einheitlichen Standard entwickeln. Die Haupterkenntnis aus den Einsätzen sei, dass der Erstangriff schnell und schlagkräftig erfolgen muss. Das sei vor allem eine personalintensive Herausforderung. Fest stehe auch, dass Waldbrände am Boden bekämpft werden müssen. Die Brandbekämpfung aus der Luft stelle eine Unterstützungskomponente dar, lautet das Fazit.

„Noch im ersten Quartal sollen Waldbesitzer in Form einer Schulung die Notwendigkeiten des Waldbrandschutzes und mögliche Fördermöglichkeiten vermittelt werden. Das Kreisbrandmeisterteam und die Forstbehörde sind derzeitig bei der Vorbereitung. Genaueres dazu wird demnächst veröffentlicht“, so Steffen Ludewig.

(red/ru)