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| 13:28 Uhr

Elbe-Elster
Bäder in Elbe-Elster können auf Finanzspritze hoffen

 Unter anderem das Schwimmbad in Töbitz käme für die Zuschüsse in Frage.
Unter anderem das Schwimmbad in Töbitz käme für die Zuschüsse in Frage. FOTO: LR / Stephan Meyer
Elbe-Elster. Den Kommunen fällt es zunehmend schwerer, ihre Freibäder zu finanzieren. Die CDU Elbe-Elster will daher eine Förderrichtlinie für Freibäder in den Kreistag einbringen. Von Henry Blumroth

Die CDU Elbe-Elster hält an ihrem Kommunalwahlversprechen fest. Die Christdemokraten wollen eine Förderrichtlinie für alle Freibäder in Elbe-Elster in den Kreistag einbringen. Das Programm sei schon ausgearbeitet. Darüber informiert der CDU-Fraktionsvorsitzende Rainer Genilke.

In der Förderrichtlinie seien acht Freibäder im Landkreis aufgelistet, die einen Investitionszuschuss beantragen können. Falls die Richtlinie vom Kreistag verabschiedet wird, wären die Freibäder Bad Erna, Crinitz, Falkenberg, Finsterwalde, Großthiemig, Herzberg, Merzdorf und Tröbitz antragsberechtigt. Dabei werde der Begriff Freibad in der Richtlinie wie folgt definiert: „Ein Freibad ist eine ausschließlich im Freien angelegte öffentliche Badeanstalt, die neben der eigentlichen Schwimmgelegenheit auch aus Umkleidekabinen/Toiletten und Liegeflächen besteht und von mindestens einer Aufsichtsperson überwacht wird.“ Badeseen allein fielen nicht unter die Richtlinie. „Damit wird gewährleistet“, so Rainer Genilke, „dass nur die kostenintensiven Freibäder mit Rundumüberwachung förderfähig sind.“

Kommunen fällt Finanzierung der Freibäder schwer

Der Vorsitzende des Ausschusses für Bildung, Kultur und Sport, Dr. Sebastian Rick, der die Richtlinie mit ausgearbeitet hat, sagt dazu: „Es fällt auf, dass viele kleine Kommunen im Landkreis Freibäder besitzen. Insbesondere den kleinen Kommunen im Landkreis fällt die Finanzierung der Freibäder sehr schwer. Da die Bäder aber nicht nur von Einwohnern dieser Kommunen genutzt werden, muss auch der Landkreis einen Anteil zum Erhalt der hiesigen Bäderlandschaft beitragen.“

Freibäder können jährliche Förderung beantragen

In der Richtlinie sei vorgesehen, dass jedes Freibad im Landkreis jährlich eine Förderung von 12 500 Euro beantragen kann. Gegenstand der Förderung seien alle Maßnahmen, die zur Steigerung der Attraktivität eines Freibades beitragen. Hierzu gehörten auch die Reparatur beziehungsweise Instandsetzung von Anlagen oder sonstigen Gegenständen sowie die Ersatzbeschaffung von Gegenständen. „Wir wollen ein unkompliziertes Antragsverfahren für die Freibadträger ermöglichen. So sollen Anträge für das Jahr 2020 noch bis zum 31. Januar 2020 gestellt werden dürfen“, informiert Rick. Auch solle der jährliche Höchstförderbetrag in Höhe von 12 500 Euro für die Dauer von längstens zwei Jahre angespart werden können, so dass im dritten Jahr eine Höchstförderung in Höhe von 37 500 Euro gewährt werden könne. „Damit würden auch größere Vorhaben vom Landkreis unterstützt werden können“, so Rainer Genilke. Am 19. August soll die Richtlinie von der CDU im Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport erstmals eingebracht und vorgestellt werden.

Personal der Freibäder soll gefördert werden

Der CDU-Abgeordnete Thomas Boxhorn kündigt an, in den Ausschusssitzungen und im Kreistag den Antrag zu stellen, den Vorschlag der CDU-Fraktion zu erweitern. „Wir sollten auch das Personal fördern. Es gibt viele Freibäder, die dringend gute Schwimmmeister suchen.“

Rainer Genilke: „Freibäder gehören besonders in den Sommermonaten zur Grundversorgung für die Bürger im Landkreis Elbe-Elster. Sie garantieren in den heißen Sommertagen nicht nur Freizeitvergnügen, sondern ermöglichen sportliche Aktivität und bieten vor allem für Kinder die Möglichkeit zum Erlernen des Schwimmens. In Freibädern stehen darüber hinaus die Kinder und Jugendlichen immerwährend unter der Obhut von ausgebildeten Rettungsschwimmern. Allein schon für die Sicherheit unserer Kinder müssen wir den Bäderbetrieb bestmöglich unterstützen.“