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| 02:46 Uhr

Elbe-Elster auf der Suche nach (s)einem Energiemix

Herzberg. In einer ganztägigen Zukunftskonferenz im Rahmen des Moro-Aktionsprogrammes haben sich am Donnerstag im Herzberger Bürgerzentrum Kommunalvertreter, Landwirte, Forstwirtschaftler, Stromversorger, Bürger und Mitglieder von Initiativen mit regionalen regenerativen Energiequellen und deren Wertschöpfung beschäftigt. "Wir dürfen nicht nur Probleme ansprechen, sondern müssen auch den Mut zu Visionen haben und bereit sein, nach Lösungen zu suchen", sagte Landrat Christian Jaschinski (CDU) zum Auftakt. ru

Einen Schwerpunkt der Tagung bildete das Leitprojekt "Energieholz" des Vereins Biomasse Schraden.

Zwei Arbeitsgruppen beschäftigten sich mit den Themen Energiemix und Versorgungsstrukturen. "Bei dem Zukunftstag ging es vor allem um den Austausch und den Kontakt der verschiedenen Akteure. Sie sollen sich darüber unterhalten, wie man das Energiepotenzial in der Region bewerten, Strukturen aufbauen und größere Projekte bewerkstelligen kann", sagt Katrin Schiddrigkeit, Moro-Projektmanagerin des Elbe-Elster-Kreises.

Das Thema Energie bietet dabei viele Schnittstellen für andere Bereiche der regionalen Daseinsfürsorge. Im Rahmen des Moro-Aktionsprogrammes haben sich bisher weitere drei Schwerpunkte für den Elbe-Elster-Kreis herauskristallisiert, so Katrin Schiddrigkeit. Das sei das Thema Wasser-Abwasser, zu dem bereits in Dezember eine Zukunftskonferenz getagt hat. Weitere Themen sind "Neue Anker" zu sozialen Begegnungsstätten im ländlichen Raum und "Versorgung vor Ort". Letzteres gliedert sich in die Bereiche medizinische Versorgung, neue Betreuungs- und Wohnformen sowie Brandschutz. Dazu sollen im Februar und März Zukunftskonferenzen bzw. Fachberatungen stattfinden, so Katrin Schiddrigkeit.

Zum Thema:
Der Elbe-Elster-Kreis ist eine von 21 Modellregionen in Deutschland, die durch das Programm "Regionale Daseinsfürsorge" des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung unterstützt werden. Das Programm ist ein Modellvorhaben der Raumordnung (Moro). Bis Oktober wird der Landkreis eine Regionalstrategie entwickeln. Mit ihr will er sich um die Teilnahme an der Umsetzungsphase bewerben, die 2014 beginnt, zwei Jahre dauert und finanziell gefördert wird.