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| 15:54 Uhr

Aus der Stadt
Bürgermeister-Notizbuch gefüllt

Falkenberg. Gut besuchte Einwohnerversammlungen mit reger Diskussion. Von Sylvia Kunze

Im Zusammenhang mit der Diskussion und der Vorstellung des städtischen Haushaltsplanentwurfs für die Jahre 2018 und 2019 hat die Falkenberger Stadtverwaltung schon in den Vorjahren gut daran getan, eine Runde durch die Ortsteile zu drehen. Und genau so ist es auch in diesem Jahr wieder abgelaufen. Die Tour durch die fünf Dörfer bezeichnet Bürgermeister Herold Quick im Anschluss als „eine sehr gute Sache, deshalb werden wir auch weiter daran festhalten“.

Gut vor allem deshalb, weil die fünf Abendrunden in den Ortsteilen alle „gut bis sehr gut besucht“ waren und weil sich überall eine „sehr rege Diskussion“ entwickelt hat. Das Notizbuch des Bürgermeisters ist jetzt jedenfalls deutlich gefüllter.

Als Denkanstoß sieht Quick zum Beispiel die Debatte in Beyern zum Thema Ordnung und Sauberkeit im Dorf. „Pflegeverträge wären eine Möglichkeit, da besser dranzubleiben“, räumt er ein. „Wir hatten das schon mal. Und es lohnt sich, noch einmal darüber nachzudenken“, sagt er. Denn wenn Pflege ohnehin bezahlt werden müsse, warum dann nicht an Personen und Initiativen vor Ort. „Da müssen wir diskutieren“, verspricht der Bürgermeister, dass das Thema nicht unverrichteter Dinge zu den Akten gelegt wird.

In Großrössen hingegen ging es unter anderem einmal mehr um den Zustand des Gehweges entlang der Hauptstraße, die Falkenberg und Herzberg verbindet. Er ist seit Jahren ein Ärgernis, aber so üppig ist der städtische Haushalt dann doch noch nicht ausgestattet, dass er mal eben so komplett auf Vordermann gebracht werden könnte. Wenn es dann noch Vorstellungen gebe, gleich einen kombinierten Geh- und Radweg zu bauen, kann die Stadtverwaltung nur abwiegeln. Das sei nicht zu stemmen, so Quick. Noch dazu: „Spätestens, wenn das Thema grundhafter Ausbau auf den Tisch kommt, will keiner mehr“, weiß das Stadtoberhaupt aus vielen Gesprächen vor Ort. „Also bleibt uns nichts anderes, als bei freien finanziellen Mitteln zu handeln. Wir bleiben dran, notfalls Stück für Stück“, hat der Bürgermeister den Großrössenern versprochen.

Notiert ist zum Beispiel auch das desolate Schnittgerinne in der Mühlstraße in Kölsa. „Wir sind im Ortsteil ohnehin dabei, die Sanierungen voranzutreiben, da werden wir dort noch einmal genauer hinschauen“, sagt Quick, der sich freut, dass so viele Bürger bei den Einwohnerversammlungen den Ausführungen der Verwaltung zugehört haben „und inzwischen schon auf die jährliche Einladung warten“.