Die gesamte Schliebener Innenstadt glich am Samstag einem Ameisenhaufen. Mit 8400 Besuchern waren die Erwartungen der Gastgeber klar erfüllt worden. "Wir haben unser Ziel erreicht und sogar übererfüllt", schätzt der Bundeswehr-Projektverantwortliche Oberstleutnant Uwe Nowitzki ein. "8400 Besucher haben die Möglichkeit genutzt, mit Soldaten ins Gespräch zu kommen und Technik der Bundeswehr kennenzulernen. Das ist das Ergebnis einer großartigen Zusammenarbeit mit dem Landkreis Elbe-Elster und der Stadt Schlieben von der ersten Sekunde an. Und darauf können wir stolz sein", so Nowitzki sichtlich zufrieden weiter.

Die gute Bilanz zeichnete sich von Anfang an ab. Denn schon mit der Eröffnung des Tages der Bundeswehr am Vormittag strömten die Besucher in die Stadt. "Das waren von Anfang an mehr Interessierte, als wir zu hoffen gewagt hatten", freut sich der Schliebener Amtsdirektor Andreas Polz über den Zuspruch.

Wer nach Schlieben gekommen war, wurde vom Großaufgebot der Bundeswehr nicht enttäuscht. Da war fast alles aufgefahren, was Soldatensein heute ausmacht. Mehr als 20 Dienststellen und zivile Partner präsentierten sich, zum Beispiel Logistiker, Spitzensportler, Sanitäter, Musiker, Reservisten, Feldpost, Feldjäger mit ihren Diensthunden und Luftraumüberwacher.

Lange Warteschlangen bildeten sich insbesondere am Transporthubschrauber CH 53 sowie bei der Mitfahrgelegenheit der Logistiker aus Beelitz. Aber auch alles andere Großgerät, das in der Stadt zahlreich vorgefahren war, war stets umlagert. Technik zum Anfassen und Staunen. Interessierte konnten nahezu alle Ecken und Winkel in den Fahrzeugen erkunden und bekamen die anspruchsvolle technische Ausstattung von den Soldaten erklärt. Zugleich erhielten die Besucher einen Einblick in die Zusammenarbeit der Bundeswehr mit den zivilen Partnern bei der "Blaulichtmeile". Auf dieser präsentierten sich die Polizei, das Deutsche Rote Kreuz, das Technische Hilfswerk und die Feuerwehren.

Nicht zu vergessen das abwechslungsreiche und informative Bühnenprogramm, eine Liveschaltung zur Rede der Bundesministerin Ursula von der Leyen in Frankenberg in Sachsen eingeschlossen. Sie betonte, dass die Bundeswehr eine Armee sei, die offen für Fragen sei und denen sie sich an diesem Tag stelle. Sie lud zum ausgiebigen Gespräch mit den Soldaten vor Ort ein.

Wovon die Gäste in Schlieben auch reichlich Gebrauch machten. Sie probierten aber auch immer wieder aus. Ob Kinder, Jugendliche oder Erwachsene - sie krabbelten auf Fahrersitzen und Ladeflächen herum, sie probierten sich bei der Heeresunteroffiziersschule Delitzsch mit dem Leben im Felde aus, sie versuchten sich am sicherheitspolitischen Quiz und waren oftmals über Stunden beschäftigt.

Andreas Polz, Amtsdirektor in Schlieben, zieht ein rundum zufriedenes Fazit: "Besser hätte es kaum laufen können."