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| 20:00 Uhr

Baugeschehen
Die nächste Million wird investiert

In eine Hülse sind aktuelle Zeitzeugnisse hineingepackt worden: zum Beispiel die Planzeichnung für das Bauvorhaben, eine aktuelle Rundschau-Ausgabe und ein Stück Kreide. Auftragnehmer Thomas Preuß, der stellvertretende Schulleiter Steffen Nitschke, Bürgermeister Herold Quick und Planerin Annett Hussok (v.r.) haben danach den symbolischen ersten Spatenstich für den Anbau an der Falkenberger Grundschule vollzogen und die Hülse im Boden versenkt.
In eine Hülse sind aktuelle Zeitzeugnisse hineingepackt worden: zum Beispiel die Planzeichnung für das Bauvorhaben, eine aktuelle Rundschau-Ausgabe und ein Stück Kreide. Auftragnehmer Thomas Preuß, der stellvertretende Schulleiter Steffen Nitschke, Bürgermeister Herold Quick und Planerin Annett Hussok (v.r.) haben danach den symbolischen ersten Spatenstich für den Anbau an der Falkenberger Grundschule vollzogen und die Hülse im Boden versenkt. FOTO: LR / Sylvia Kunze
Falkenberg. In Falkenberg ist der symbolische Spatenstich für den Anbau an der Grundschule bejubelt worden. Von Sylvia Kunze

In Falkenberg ist am gestrigen Mittwoch der symbolische Spatenstich für den Anbau an der Lindgren-Grundschule vollzogen worden. Und das gleich mit dreifacher Kraft. Neben Bürgermeister Herold Quick am Spaten griffen Auftragnehmer Thomas Preuß stellvertretend für die zuerst in Aktion befindlichen Maurer und der stellvertretende Schulleiter Steffen Nitschke zur Schippe und legten los. Zuerst wurde geschippt, dann eine Hülse mit aktuellen Zeitdokumenten befüllt und im Boden versenkt. Was jetzt folgt, ist Sache der Bauarbeiter.

Die bekommen reichlich zu tun. Bis Ende nächsten Jahres sollen sie einen Anbau an der Grundschule hochziehen, der Platz für insgesamt fünf Räume bietet und zu dem auch ein Fahrstuhl gehört. Der ist wichtige Voraussetzung dafür, dass sich die Schule weiter als eine Schule des gemeinsamen Lernens profilieren kann. Seit vergangenem Schuljahr wird bereits an der Lindgren-Grundschule das Konzept umgesetzt. Durchaus erfolgreich, wie die Lehrer nach dem ersten Jahr konstatieren. Während die personelle Ausstattung der Lehrer, Sonderpädagogen und Helfer auf einem besten Weg ist, hapert es aber noch an den räumlichen Bedingungen. Die Schule ist trotz massiver Investitionen in den Vorjahren schlichtweg zu klein, um optimal unterrichten zu können.

Wenn also die Kinder, die den symbolischen Spatenstich musikalisch untermalen, singen: „Jetzt geh’s los, die Freude, die ist riesengroß!“ - dann haben sie damit den Nagel mittig auf den Kopf getroffen. Auch bei allen Schul- und Stadtverantwortlichen ist die Freude, dass der Anbau nun endlich gebaut werden kann, groß. Schließlich wird über das Vorhaben schon seit drei Jahren debattiert.

Allein die Absicht reichte freilich nicht. Es musste erst einmal ein Konzept für die „Schule des gemeinsamen Lernens“ geschrieben werden, um sich Hoffnungen auf Fördermittel für das Bauprojekt machen zu können. Und dann ging es an die Akquise. Das Land hat mit spitzem Stift so manche Mauer, so manchen Fußbodenbelag oder auch Farbe für die Wand herausgerechnet, sodass erste (Finanz)Planungen noch einmal überdacht werden mussten. Aktuell stehen 1,3 Millionen Euro für den Anbau (bestehend aus Anbau an der Nordseite, Fahrstuhl und Querverbinder auf der Hofseite) auf dem Papier. Knapp 800 000 Euro reicht das Land als Förderung rüber, den Restbetrag von etwas mehr als einer halben Million Euro muss die Stadt selbst schultern - aufgesplittet auf zwei Jahresscheiben.

„Wir hoffen, dass noch vor einem Wintereinbruch der Rohbau fertig wird, damit wetterbedingt kein Bauverzug eintritt“, sagt die Falkenberger Bauamtsleiterin Gundula Ma­nigk. Thomas Preuß steht mit seinen Männern bereit. „Es geht gleich los“, kündigt er beim Spatenstich an. „Allerdings wird die Gründung aufgrund statischer Anforderungen nicht ganz einfach“, macht er deutlich, wo erste (womöglich auch zeitliche) Hürden liegen.

„Jetzt geht‘s los, die Freude, die ist riesengroß!“ - jubeln die Kinder zur Grundsteinlegung für den Anbau an der Falkenberger Grundschule.
„Jetzt geht‘s los, die Freude, die ist riesengroß!“ - jubeln die Kinder zur Grundsteinlegung für den Anbau an der Falkenberger Grundschule. FOTO: LR / Sylvia Kunze