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| 16:38 Uhr

Ein ausgesprochener Pflanzenkenner
Ein Urwald mitten in Körba

Rene Stock in seinem „Urwald“ in Körba.
Rene Stock in seinem „Urwald“ in Körba. FOTO: Dieter Müller
Körba. René Stock hat in seiner Freizeit einen Garten mit vornehmlich exotischen Pflanzen angelegt.

In Körba gibt es einen Urwald, einen Mini-Urwald zumindest. Über ihn und über dessen Besitzer und „Pfleger“ René Stock  berichtet der Schliebener Chronist Hans-Dieter Lehmann begeistert. Er freut sich an dem bemerkenswerten Hobby des Körbaers und lädt alle ein, es auch zu tun.

Das schreibt Hans-Dieter Lehmann über den 45-Jährigen:

René Stock ist alteingesessener Körbaer. Die Schule besuchte er in Hohenbucko. Zur Jugendweihe bekam er unter anderem ein Bonsai-Bäumchen geschenkt. Seine Neigung zu Natur und Pflanzen war wohl irgendwie bekannt. Jedenfalls nahm  so ein Hobby seinen Anfang. Vielleicht waren es die Gene seines Urgroßvaters Johann Karl Stock, der als Schlossgärtner bei den adligen Herrschaften von Bodenhausen in Lebusa bzw. von Bischoffshausen in Bollensdorf tätig war. Fortan galt das Interesse des damals 14-Jährigen Pflanzen, Sträuchern und Bäumen.

Zunächst lernte er jedoch den Beruf eines Landmaschinen- und Traktorenschlossers in Hohenbucko. Später erfolgte die Umschulung zum Kfz-Schlosser. Seit 24 Jahren ist er nun in diesem Beruf in einer Werkstatt in Bucko (Kreis Teltow-Fläming) tätig. Doch in seiner Freizeit gestaltet er den heimischen Garten nach seinen Vorstellungen. Im Gemüsegarten wachsen nun exotische Gewächse. Bäume und Sträucher von allen Kontinenten sind vertreten, mit Ausnahme der Antarktis.

Weltweit nimmt der tropische Regenwald ab, in Körba aber sind 400 Quadratmeter hinzugekommen. Ein solches Hobby erfordert viel Fleiß und Zeit. Die Trockenperioden wie in diesem Jahr bedeuten, die Pflanzen täglich mit zureichend Wasser zu versorgen. Im Winterhalbjahr müssen die kälteempfindlichen Pflanzen geschützt werden. Den Einsatz chemischer Mittel lehnt René Stock ab. Allerdings kauft er Erde für bestimmte Pflanzenarten. Der Pflanzenreichtum erfuhr ständig Bereicherung. Zur Vielfalt der meist tropischen Gewächse gehören 20 Bambusarten, die Hanfpalme, Schmetterlingsflieder, Gingkobäume, der Blauglockenbaum, Chinesischer Blumenhartriegel, Wein, Japanische Wollmispel, Pfahlrohr, Mammutbäume, Mammutblatt, Kiwi, Eukalyptus, Rispenhortensien, Feigenbäume, Andentannen oder Nashibirnen. Sogar Bananen und Zitronen reifen im Körbaer Garten.

René Stock fachsimpelte mit dem leider verstorbenen Gartenexperten Hans-Peter Bethke in Saxdorf. Erfahrungen sammelte er auch durch den Besuch des Botanischen Gartens in Berlin-Dahlem. Die Vielfalt im Körbaer Gartengelände ist überraschend groß. Und interessierte Besucher sind durchaus willkommen. Wenn es zeitlich möglich ist, zeigen René oder Vater Manfred gern die exotische Pflanzenwelt. Übrigens profitieren Insekten, vor allem Bienen und Hummeln, von der üppigen Vegetation.

René Stock ist aber nicht nur ein ausgesprochener Pflanzenkenner, sondern auch ein begeisterter Kegelsportler. In Elbe-Elster brachte er es bis zum Einzelkreismeistertitel. Viele Jahre schon ist er sportlich aktiv beim KSV Germania Lebusa. Mit dieser Mannschaft errang er sogar schon die Landesmeisterschaft.

(red/ru)