ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 02:40 Uhr

Ein Prosit in Schlieben auf 2016 mit eigenem Wein

Schlieben. Andreas Polz, Amtsdirektor in Schlieben, und Reinhard Claus, Vorsitzender des Schliebener Amtsausschusses, haben Dienstagabend Gäste aus Politik, Gesellschaft und Wirtschaft zum Neujahrsempfang begrüßt – und eine neue Tradition begründet. Sylvia Kunze

Statt selbst lange Reden zu halten, haben sie dies lieber anderen Partnern überlassen. Wer aufmerksam bei der Begrüßung des Amtsdirektors gewissermaßen über ihn hinwegschaute und die über die Leinwand flimmernden Bilder betrachtete, konnte auch so schon gut sehen, dass das Schliebener Land 2015 um einige Ecken schöner geworden ist. Dafür bedurfte es gar nicht vieler Worte. So hatte man beispielsweise einen Blick auf die Sanierung der Kegelbahn in Lebusa, auf die neue Buswendeschleife in Freileben, auf erneuerte Straßen, auf gestaltete kommunale Friedhöfe und auf die modernisierte Essenausgabe in der Schliebener Schule.

Aber ganz ohne Reden soll es dann beim Schliebener Neujahrsempfang doch nicht zugehen. Amtsdirektor Andreas Polz hatte sich Partner an seine Seite geholt und versprochen, dass es in den Folgejahren so bleiben soll, dass sowohl Unternehmer der Region als auch Vereine des Schliebener Landes ihre Visitenkarte vorlegen können. Bei der Premiere am Dienstagabend waren das Roland Kneist, Geschäftsführer der Schliebener Firma LCS, die im Vorjahr 25-jähriges Bestehen feierte, und Anette Engel und Dr. Eberhard Brüchner vom Schliebener Weinbauverein.

Roland Kneist zeigte auf, wie im zurückliegenden Vierteljahrhundert in seiner Firma Erfolgsgeschichte geschrieben wurde. Was vor 25 Jahren mit zwei Personen in einem kleinen Büro begann, ist heute ein Unternehmen, das inzwischen 25 Mitarbeiter beschäftigt und mehr als 260 Kunden auf kommunaler Ebene, bei Energieversorgern und staatlichen Behörden sowie weitere mehr als 150 Kunden in Form von Arztpraxen und Betrieben betreut. "Wir haben alles probiert, was mit IT zu tun hatte", sagte Kneist rückblickend auf die ersten Jahre. Aufgrund der Lage schied der Handel in dieser Richtung schnell aus, "wir haben uns stattdessen auf Lösungen spezialisiert, Programme geschrieben und die Leute geschult, die ganz konkret vor Ort damit umgehen sollen", berichtete der Geschäftsführer, der sich freute, dass in diesem Rahmen Unternehmen zu Wort kommen können.

Den Start der Vereinsvorstellung hatte Anette Engel übernommen. Sie machte eindrucksvoll deutlich, wie viel Arbeit in den leckeren, mehrfach prämierten Schliebener Tröpfchen steckt, zum Beispiel jährlich bis zu 3000 Arbeitsstunden auf dem Weinberg. Hinzu kommen noch zahlreiche Veranstaltungen, die der Verein selbst organisiert oder bei denen er vertreten ist, Weinverkostungen, Weinbergführungen und, und, und. "Unser Wein, das ist das Ergebnis engagierter Arbeit unserer Mitglieder und der Kellermeisterin in Meißen", sind sich Anette Engel und Dr. Eberhard Brüchner, der im Anschluss Bilder zeigte und erläuterte, einig.