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Ehrenamtler haben ihre Weiterbildung abgeschlossen

Bei der Übergabe der Zertifikate zu Wochenbeginn.
Bei der Übergabe der Zertifikate zu Wochenbeginn. FOTO: privat
Elbe-Elster-Kreis. 50 ehrenamtliche Helfer sind in den zurückliegenden Tagen umfassend geschult worden. Zu ihnen zählten Freiwillige, die sich unter den "Dächern" des ASB-Servicepunktes in Falkenberg, der Medis Lebensfreude gGmbH in Bad Liebenwerda und der Diakoniestation in Doberlug-Kirchhain zusammengefunden haben, sowie Vertreter aus den Seniorenbeiräten der beiden Städte Uebigau-Wahrenbrück und Falkenberg. Sylvia Kunze

Sie alle halten seit Wochenbeginn ein Zertifikat in den Händen, das ihnen eine theoretische Ertüchtigung in Fragen der Förderung von mehr Bewegung im hohen Alter für Menschen in der Häuslichkeit bescheinigt.

Bewegungsförderung und Sturzprävention wurde in 24 Unterrichtseinheiten fachlich aufbereitet, zum Beispiel mit ganz konkreten Übungen für die Balance und die Kräftigung, mit der Erläuterung des Zusammenhangs von Bewegung und kognitiven Fähigkeiten, mit Ausführungen zu den Möglichkeiten und Wirkungen von Tanz, Musik und Bewegungsspielen und immer wieder Ratschlägen zu ganz praktischen Vorgehensweisen und Übungsbeispielen.

"Die Ehrenamtlichen haben dabei gutes Rüstzeug erworben", ist Manuela Zscherneck vom ASB-Servicepunkt in Falkenberg überzeugt. Den Abschluss der Weiterbildung und die Übergabe der Zertifikate an die Teilnehmer sieht sie als eigentlichen regionalen Startschuss des Projekts "Lange mobil & sicher zu Hause", das eine landesweite Initiative der Akademie 2. Lebenshälfte und der AOK Nordost ist und das finanzielle Unterstützung aus dem Sozialministerium des Landes erhält.

"Die Ehrenamtler können nun mit ihrem erworbenen Wissen viel besser älteren Menschen in ihrer häuslichen Umgebung zur Seite stehen. Sie wissen jetzt um die Wichtigkeit der Bewegung, wissen, wie sie Bewegung fördern und damit letztlich langfristig im besten Fall das Verbleiben in der Häuslichkeit unterstützen können", sagt Manuela Zscherneck.

Besonders freut sie sich auch über die Teilnahme der vier Vertreter von städtischen Seniorenbeiräten: "Sie bringen jetzt die Anregungen in die Orte, wollen ältere Mitbürger zu Hause aufsuchen, sie zur Bewegung anregen und auch versuchen, kleine Gruppen aufzubauen. In den Seniorengruppen soll es dann nicht mehr nur um das gemeinsame Kaffeetrinken gehen, sondern mehr auch um das gemeinsame Bewegen."

Weitere ehrenamtliche Helfer seien dabei immer willkommen, betont die Falkenberger Projektverantwortliche und spricht dabei auch im Namen der beiden anderen Partner Medis und Diakonie. "Die Türen stehen immer offen und keiner muss fürchten, Aufgaben allein bewältigen zu müssen. Jeder Helfer erfährt eine Anleitung", zeigt sie auf.

Manuela Zscherneck weiß aus der täglichen Arbeit, dass der Bedarf an solchen Ehrenamtlern stetig wächst. Ihr Einsatz sei immens wichtig, bekräftigt sie, auch deshalb, weil er den älteren Menschen und ihren Familienangehörigen helfen könne, Eigenständigkeit zu bewahren und dem Betreuungsfall vorzubeugen.