Dass Herzberg mit seinen vielen Ehrenamtlichen eher stiefmütterlich umgeht und sie zumindest in der Öffentlichkeit nicht genügend würdigt, das hat einige Mitglieder der Wählergruppe „Herzberg zählt“ schon lange gewurmt. Vor einigen Monaten kam aus der Fraktion der Stadtverordnetenversammlung (SVV) der Vorschlag, eine regelmäßige Ehrung des Ehrenamtes in der Stadt einzuführen.
Dazu hat die SVV extra eine Arbeitsgruppe gebildet, die die Regularien erarbeitet hat. Jedes Jahr soll ein bestimmter Tätigkeitsbereich ausgewählt werden. Die Vorschläge für die Auszeichnungen können aus Vereinen, aus der Kernstadt, den Ortsteilen, aber auch von Bürgerinnen und Bürgern eingereicht werden. Die Ehrung erfolgt immer zum Ende des Jahres.
Zur Premiere standen Leute im Mittelpunkt, die sich vor allem um die Grünanlagen in Herzberg und in den Ortsteilen kümmern. Acht Vorschläge waren dazu eingegangen. Es sind der „gute Geist“ der Nordpromenade Wilfried Müller, Peter Zetzmann aus Rahnisdorf, Steffen Arandt, dessen „zweite Heimat“ das Waldstadion in Gräfendorf ist, Sibylle Rindt aus Herzberg, Frank Zimmank aus Züllsdorf, Gerd Walter aus Arnsnesta, Manfred Barth aus Osteroda und Cornelia Müller aus Mahdel.

Münzfreunde haben Ehrenamtsmedaille geprägt

Sie erhielten eine Urkunde und die extra für die Ehrung von den Münzfreunden geprägte Silbermedaille. Zu Beginn der Stadtverordnetenversammlung in der vergangenen Woche trugen sie sich in das „Goldene Buch“ der Stadt ein. Zuvor gab es ein gemeinsames Abendessen mit Bürgermeister Karsten Eule-Prütz. „Sie erhalten unsere Stadt und die Dörfer am Leben“, dankte er den Geehrten.
Im kommenden Jahr sollen Frauen und Männer ausgezeichnet werden, die sich ehrenamtlich in der Seniorenarbeit engagieren.