ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 14:23 Uhr

Stromtankstelle
E-Mobilität in Falkenberg: Voll geladen in 30 Minuten

Hartmut Brand (links) von der Kommunalbetreuung der enivaM und Falkenbergs Bürgermeister Herold Quick nutzen die Einweihung der neuen Schnellladesäule gleich für die Aufladung eines BMW I 3.
Hartmut Brand (links) von der Kommunalbetreuung der enivaM und Falkenbergs Bürgermeister Herold Quick nutzen die Einweihung der neuen Schnellladesäule gleich für die Aufladung eines BMW I 3. FOTO: Rico Meißner
Falkenberg. Am Dienstag ist die erste Schnellladesäule der Stadt Falkenberg eingeweiht worden. Von Rico Meißner

30 Minuten. So lange dauert es in etwa künftig, wenn ein Elektroautobesitzer je nach Fahrzeugtyp die Batterie seines Fahrzeuges aufladen möchte. Am Dienstag ist die erste Schnellladesäule der Stadt, im Beisein von Bürgermeister Herold Quick, durch die enviaM eingeweiht worden.

„Wir sind davon überzeugt, dass sich Elektromobilität durchsetzen wird. Deshalb schaffen wir jetzt die Voraussetzungen dafür. Eine gut ausgebaute Ladeinfrastruktur und ein möglichst kurzer Ladevorgang sind notwendig, damit Elektromobilität alltagstauglich wird“, so der Vorstandsvorsitzende der enviaM, Tim Hartmann. Auch das Unternehmen hat begonnen, seinen Fuhrpark auf Elektrofahrzeuge umzustellen. Bis Ende des Jahres soll deren Anteil etwa 30 Prozent ausmachen.

Die Säule in der Mühlberger Straße in Falkenberg vor dem enviaM-Gebäude ist öffentlich zugänglich und wird aus regenerativen Energien gespeist. Sie besitzt die drei gebräuchlichsten Anschlüsse und soll so den Ladevorgang für möglichst viele unterschiedliche Fahrzeugtypen gewährleisten. Notwendig ist dafür der Besitz einer Mobilitätskarte nach Abschluss eines Vertrages mit der enivaM oder anderen Anbietern, die Teil eines Roamingsystems sind. Dieses Netz umfasst derzeitig deutschlandweit etwa 2200 Ladepunkte. Auch eine App kann heruntergeladen werden, die den nächsten Standort und die jeweilige Verfügbarkeit einer Ladesäule anzeigt.

20 öffentliche Ladesäulen der Firma gibt es gegenwärtig in der Region. Weitere sollen hinzukommen. In den nächsten Wochen wird mit dem Bau einer Schnellladesäule in Herzberg am Wasserturm begonnen.

Falkenbergs Bürgermeister Herold Quick über das Engagement: „Wir als Stadt freuen uns sehr darüber. Der Aufbau einer solchen Anlage gehört in die Hand von Energiedienstleistern.“ Als Aufgabe der Kommune sieht er das nicht unbedingt, aber natürlich sei man „immer gern behilflich, beispielsweise bei der Standortauswahl“. Bedauerlich findet er, dass der Bund zwar private Investitionen in diesem Bereich fördere, aber keine kommunalen.

Auch Falkenberg wird demnächst mit einem weiteren Elektrofahrzeug ausgestattet sein. Ende April nimmt ein Elektrokipper seine Arbeit im Naherholungsgebiet Kiebitz auf. Der wird dann aber über eine normale Steckdose aufgeladen.