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| 02:38 Uhr

Dynamik mit Innovationskraft sichern

Doberlug-Kirchhain. Die Lausitz sei immer im Fokus der Landesregierung gewesen und das bleibe auch so, versicherte Dr. Carsten Enneper, Leiter der Abteilung Wirtschafts- und Energiepolitik im Brandenburger Wirtschaftsministerium beim 4. gb

Regionalforum der Energieregion Lausitz am Dienstag im Refektorium in Doberlug-Kirchhain. Die Lausitz profitiere davon, dass Brandenburg im sogenannten Dynamik-Ranking, in dem die größten Verbesserungen bei der Leistungsfähigkeit und Lebensqualität bewertet werden, ganz vorn liege. Diese Dynamik angesichts geringer werdender Fördermittel beizubehalten, bedürfe es besonderer Anstrengungen. Die Innovationskraft der Unternehmen zu stärken sei ein Weg. Dr. Steffen Kammradt, Sprecher der Geschäftsführung der Zukunftsagentur Brandenburg, verdeutlichte die Ausrichtung der Wirtschaftsförderpolitik auf sogenannte Cluster. Brandenburg konzentriere sich dabei auf neun besonders wachstumsstarke, fünf davon werden länderüberreifend mit Berlin betrachtet. Dies sind: Energietechnik, Gesundheitswirtschaft, Informations-, Kommunikationstechnik, Medien- und Kreativwirtschaft, Verkehr, Mobilität, Logistik und Optik. Die Ernährungswirtschaft, Kunststoffe und Chemie sowie Metall stehen speziell für Brandenburg im Fokus. Hinzu komme die Tourismuswirtschaft, die von der Tourismus Marketing Brandenburg GmbH betreut werde. Es gehe darum, für die neue Förderperiode der EU ab 2014 "Schwerpunkte zu definieren und mit Partnern Projekte zu generieren". "Die Stärke Brandenburgs ist das Zusammenhalten", so Kammradt zur Grundidee der Cluster. Prof. Dr. Ulrich Berger von der BTU Cottbus-Senftenberg, betonte als Sprecher des Clusters Metall: "Wir brauchen Wachstumsstabilisierung:" Ein Innovationslabor mit der Wirtschaft zusammenbringen, Qualifikations- und Kooperationsnetzwerke entwickeln, Potenziale im Bereich der Energieeffizienz ausschöpfen, den Breitbandatlas entwickeln - all das sind Wege zum Ziel. Carsten Trentau, Leiter Vertrieb bei der Kjellberg Plasma und Maschinen GmbH, der auf 70 Prozent Exportanteil für das Unternehmen verweisen kann, betonte: "Es hilft nur Innovation, einen Schritt voraus sein, um verkaufen zu können."

Neben den zu den Regionalforen der Energieregion Lausitz gehörenden Fachvorträgen gab es auch in Doberlug-Krichhain die Berichte aus den Fachforen der Energieregion. Stephan Loge, Landrat in Dahme-Spreewald, berichtete aus dem Forum Infrastruktur unter anderem, dass der Ausbau der B 87 im Maßnahmeplan des Landes fortgeschrieben und an den Bund weitergeleitet sei. Oberspreewald-Lausitz-Landrat Siegurd Heinze machte aus dem Forum Neue Landschaften/Klimaschutz auf die Ergebnisse eines Projektes zur wirtschaftlichen Nutzung von Energietrassen neugierig, die bis Jahresende vorliegen sollen. Auch Effekte aus Kleinstwasserkraftanlagen, für die es voraussichtlich einen Test am Spree-Wehr in Kiekebusch geben soll, beschäftigten das Forum.

Über das Ziel, ein verbindliches Angebot eines Praxis-Tages für dieBerufsorientierung von Schülern zu schaffen, berichtete Spree-Neiße-Landrat Harald Altekrüger unter anderem aus dem Forum Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung.

Der derzeitige Sprecher der Energieregion Lausitz, Elbe-Elster-Landrat Christian Heinrich-Jaschinski, sowie Doberlug-Kirchhains Bürgermeister Bodo Broszinski nutzen die Gunst der Stunde, um für die erste Brandenburgische Landesausstellung 2014 zu werben. Möge sie dem Kulturtourismus in der gesamten Energieregion Impulse geben, so Heinrich-Jaschinski.