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| 02:38 Uhr

Dubroer Kinderspaß aus Lottomitteln

Weg mit dem Absperrband! Mit Scheren "bewaffnet" halfen dabei Bürgermeister Michael Stawski, Ortsvorsteher Werner Hönicke und CDU-Landtagsabgeordneter Rainer Genilke, der sich für die Lottomittel starkgemacht hatte.
Weg mit dem Absperrband! Mit Scheren "bewaffnet" halfen dabei Bürgermeister Michael Stawski, Ortsvorsteher Werner Hönicke und CDU-Landtagsabgeordneter Rainer Genilke, der sich für die Lottomittel starkgemacht hatte. FOTO: sk
Dubro. Die fast 40 Kinder des Schönewalder Ortsteils Dubro können seit Samstag offiziell auf einem deutlich größeren Spielplatz toben. Sylvia Kunze

Mit einem gemütlichen Beisammensein auf dem Dorfanger haben die Dubroer am Samstagnachmittag die Einweihung ihres deutlich vergrößerten Spielplatzes gefeiert. Während es sich die Erwachsenen im Schatten auf den Bänken bequem machten, eroberten die Mädchen und Jungen die neuen Spielangebote. "Da ist nicht erst seit heute Betrieb drauf, sondern schon seit sie stehen. Das Absperrband hat die Kinder nicht abgehalten, schon vorzeitig auszutesten, wie es sich darauf spielt", lacht Ortsvorsteher Werner Hönicke.

Er kann beim symbolischen Durchtrennen des Bandes ein rundum positives Fazit ziehen und schlägt den Bogen bis zu der frohen Kunde, dass Dubro Geld für den Spielplatz erhält. Möglich wurde dies, wird noch einmal erinnert, weil die Stadt Schönewalde im März einen Zuwendungsbescheid des Landes für die Neugestaltung im Stadtgebiet erhalten hatte. Das aus Lottomitteln stammende Geld, angereichert mit einer Spende des Ahlsdorfer Solarparkbetreibers sollte drei Ortsteilen zugutekommen: Neben Dubro profitieren davon auch Grassau und Stolzenhain.

17 000 Euro standen allein für Dubro zur Verfügung. "Wir haben uns sehr intensive Gedanken gemacht, wie wir das Geld am besten nutzen. Wir haben uns gegen die preisintensivere Variante von Spielgeräten aus Holz entschieden und bauen stattdessen auf Plasteelemente", berichtet Hönicke. Bevor Bauleiter Maik Jahn mit seinen vielen Helfern so richtig loslegen konnte, wälzte seine Frau Andrea verschiedene Kataloge von Spielplatz-Anbietern. Zuvor hatte man sich bei den Kindern im Dorf umgehört, was sie sich wünschen. "Eine Seilbahn stand da ganz oben auf der Liste", weiß Andrea Jahn. Die wurde deshalb ebenso eingekauft wie noch eine große Spielkombination.

"Es stand von Anfang an fest, dass wir das feste Budget haben. Und um zu sparen, waren von Anfang an Eigenleistungen geplant", so Werner Hönicke weiter, der "seinen" Dubroern ein großes Dankeschön ausspricht: "Es waren jeden Tag genügend Leute hier und haben mitgeholfen. Nicht nur Eltern, deren Kinder die Nutznießer des Spielplatzes sind, sondern auch Großeltern und Einwohner aus dem Dorf, die gar keine Kinder oder Enkel haben, die das Geschaffene nutzen könnten. So ging das Aufbauen der neuen Elemente ruckzuck." Die gute Zusammenarbeit mit der Firma, die die Teile geliefert und zum Teil mit verbaut hat, habe ihr Übriges getan.

"Jetzt haben wir einen Spielplatz, bei dem das Motto "Aus alt mach neu" voll zum Tragen gekommen ist. Denn auch die älteren Elemente wurden in dem Zuge noch einmal aufgearbeitet, repariert und verschönert", resümiert der Ortsvorsteher. Auch die 48-Stunden-Aktion der Landjugend hat zum Gelingen des Projektes beigetragen, erinnert Andrea Jahn. Bei dieser hätten auch Kinder und Jugendliche ebenfalls mit Hand angelegt.

"In Dubro lebt der Gemeinschaftsgeist", freut sich Bürgermeister Michael Stawski bei der Einweihung. "Es war genau die richtige Entscheidung, nicht von der Stadt vorzugeben, was mit dem Geld passieren soll, sondern die Ortsbeiräte entscheiden zu lassen."

Auch in Grassau und Stolzenhain geht man ähnlich an die Sache. In Grassau sind bereits die alten Geräte abgebaut. Die Fläche ist für den Aufbau der neuen Elemente vorbereitet. In Stolzenhain stehen die Helfer in den Startlöchern. Auch dort wartet man wie in Grassau auf die neuen Spielgeräte, damit auch dort bald die Kinder davon Besitz ergreifen können und die Übergabe gefeiert werden kann.

In Dubro hat man jedenfalls noch eine ganze Weile gemütlich beisammengesessen. Für die Kinder gab es gleich noch etwas spendiert: Pommes für alle! Und die Erwachsenen haben sich über die hochprozentigen Zamperreste hergemacht und dabei schon Pläne für die Dorf-Radpartie Anfang September zu den Schönewalder Schützen geschmiedet.