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| 16:54 Uhr

Karneval
Drei Stunden Programm in Gräfendorfs „Ponyhof“

Tanzmariechen Danila Kircheis (l.) gibt ihr Amt demnächst an ihre Schwester Isabell (3.v.l) ab. GKV-Präsident Gerd Rothaug (r.) freut sich über den Vereinsnachwuchs, zu dem auch Angelina und Cecilia Lüderitz gehören.
Tanzmariechen Danila Kircheis (l.) gibt ihr Amt demnächst an ihre Schwester Isabell (3.v.l) ab. GKV-Präsident Gerd Rothaug (r.) freut sich über den Vereinsnachwuchs, zu dem auch Angelina und Cecilia Lüderitz gehören. FOTO: Dieter Müller
Gräfendorf. Die Karnevalisten vom GKV haben kurzweiligen Abend gestaltet. Am Rosenmontag geben sie den Schlüssel im Herzberger Rathaus ab. Von Birgit Rudow

Der erste „Bunte Abend“ der Gräfendorfer Karnevalisten am Samstagabend ist gelaufen. Und das äußerst erfolgreich und zufriedenstellend für die Organisatoren. „Wir sind nur ein kleiner Verein und haben bei Weitem nicht die Möglichkeiten wie zum Beispiel die Vereine in Plessa oder in Winkel. Aber wir geben uns Mühe, den Leuten Spaß und Freude zu bereiten. Für unsere Verhältnisse war es wieder eine kurzweilige Veranstaltung“, sagt der Präsident des Gräfendorfer Karnevalvereins (GKV) Gerd Rothaug.

Für das diesjährige Programm haben 18 Erwachsene auf und fünf hinter der Bühne gesorgt. Etwa ebenso viele Kinder und Jugendliche haben aktiv mitgemacht. Dazu kommen noch 20 Akteure des städtischen Hortes, die in jedem Jahr bei den Bunten Abenden im Gräfendorfer „Ponyhof“ eine Gastrolle spielen. So haben etwa 60 Aktive den dreistündigen Auftritt mit Bravour gemeistert. Wie immer erklang zum Einmasch der Garde das Gräfendorfer Faschingslied. Die Garde präsentierte sich in diesem Jahr in einer etwas veränderter Besetzung. „Einige Ältere haben aufgehört, aber zum Glück haben wir genügend Nachwuchs, der in die Rollen reinwächst. Die Jüngste ist drei Jahre alt“, so der Präsident. Rechtzeitige Nachwuchsarbeit zahlt sich aus. So wird auch das Tanzmariechen im GKV Danila Kircheis nach dieser Saison ihr Amt abgeben. Abitur und dann Studium lassen dafür keine Zeit mehr. Sechs Jahre war sie Tanzmariechen. Danilas Schwester Isabell steht aber schon in den Startlöchern. Unterstützung bekommt sie von den Zwillingen Angelina und Cecilia Lüderitz. Somit muss einem um die Zukunft des GKV nicht bange sein.

Doch zurück zur Gegenwart. Zum 20. Mal stand GKV-Präsident Gerd Rothaug am Samstag in der Bütt. Er hat eine gewisse Tradition fortgeführt. Wie bei seiner ersten und seiner zehnten Bütt kam er auch diesmal als Straßenfeger daher. Von den Gräfendorfern über die Herzberger Stadtverwaltung bis zu Martin Schulz und Brüssel bekam so mancher sein Fett weg.

Zum Programm gehörten auch zahlreiche Sketche zu Themen wie Tattoo, Polizei auf Streife, Alzheimer oder Kino. Die Jüngsten tanzten den Horrorkids-Tanz, die „Domspatzen“ sangen a capella und die Männergruppe widmete sich dem Aschenputtel. Viel Beifall gab es für die Modenschau von Ines Neumann, die demonstrierte, wozu eine Männerunterhose alles genutzt werden kann. Frauentanzgruppe, Männerballett und viele weitere Akteure rundeten das Programm ab.

„Ihr kommt in Bunt und geht in Blau, Gräfendorf Helau!“ ist das Motto des diesjährigen Karnevals in Gräfendorf. Das Programm war bunt und die Gäste zeigten sich bunt. Ob sie weit nach Mitternacht und zahlreichen Tanzrunden aber wirklich „blau“ nach Hause gegangen sind, war Sonntagvormittag nicht überliefert, Klagen gab es jedenfalls keine.

Am kommenden Samstag gibt es den zweiten Bunten Abend im Ponyhof. Einige Karten sind noch zu haben. Der Kinderfasching findet am Sonntag (ab 15.11 Uhr) statt. Am Rosenmontag dann werden die Karnevalisten den Schlüssel wieder im Herzberger Rathaus abgeben. Bürgermeister Karsten Eule-Prütz, der am Samstag verhindert war, hat sie sozusagen zum Antrittsbesuch eingeladen. Der GKV hat ein besonderes Geschenk für ihn vorbereitet, verrät Gerd Rothaug. Und auch Karsten Eule-Prütz soll noch ein Versprechen offen haben.

Die Tanzgarde sorgt immer für Stimmung und ist eines der Aushängeschilder der Gräfendorfer Karnevalisten.
Die Tanzgarde sorgt immer für Stimmung und ist eines der Aushängeschilder der Gräfendorfer Karnevalisten. FOTO: Dieter Müller