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| 02:39 Uhr

Drei neue Fahrzeuge für die Feuerwehr in Herzberg

Das gibt es nicht zu jeder Feuerwehr-Jahreshauptversammlung: In Herzberg hat Pfarrerin Annika Scheinemann-Kohler insgesamt drei neue Fahrzeuge der Stützpunktfeuerwehr gesegnet.
Das gibt es nicht zu jeder Feuerwehr-Jahreshauptversammlung: In Herzberg hat Pfarrerin Annika Scheinemann-Kohler insgesamt drei neue Fahrzeuge der Stützpunktfeuerwehr gesegnet. FOTO: dmu1
Herzberg. Zur Jahreshauptversammlung der Stützpunktfeuerwehr Herzberg haben Stadtbrandmeister Ralf Becker und sein Stellvertreter Dirk Laurig am Freitag in das Bürgerzentrum der Stadt eingeladen. Höhepunkt der Veranstaltung war die feierliche Weihe von drei neuen Fahrzeugen für die Wehr. red/sk

Neben den aktiven Kameraden konnte Ralf Becker unter anderem auch Bürgermeister Michael Oecknigk, den stellvertretenden Kreisbrandmeister Marc Wille, den Stadtbrandmeister Sören Diecke aus Falkenberg sowie Pfarrerin Annika Scheinemann-Kohler begrüßen.

Dann wurde Bilanz gezogen: Während im Jahr 2015 noch 107 Einsätze absolviert werden mussten, wurden durch die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr im Stadtgebiet Herzberg 2016 "nur" 86 Einsätze abgearbeitet. Diese teilten sich in 18 Brandeinsätze, 50 technische Hilfeleistungen, 11 Fehlalarme und 7 Brandsicherheitswachen auf.

Um auf dem technischen Stand für derartige Einsätze zu bleiben, wurde viel getan, weshalb das Jahr 2016 durchaus auch als ein erfolgreiches Jahr in die Chronik eingeht. Insgesamt wurden drei neue Fahrzeuge mit einem Gesamtwert von 432 000 Euro angeschafft. Mit der Umrüstung auf den Digitalfunk, die Anschaffung neuer persönlicher Schutzausrüstung sowie die Renovierung des Gerätehauses in Löhsten wurden weitere 482 500 Euro investiert. Im Ortsteil Rahnisdorf ist der Versuch geglückt, die Freiwillige Feuerwehr zurück ins Leben zu holen. In Friedersdorf hingegen muss die Ortsfeuerwehr aufgrund von Nachwuchsmangel geschlossen werden.

Der stellvertretende Stadtbrandmeister, Dirk Laurig, blickte danach auf die anspruchsvollen Einsätze im Jahr 2016 zurück. Weiterhin resümierte er, dass im vergangenen Jahr 19 Lehrgänge bei der Landesfeuerwehrschule in Eisenhüttenstadt beantragt wurden sind, davon allerdings nur 7 genehmigt. Dies sei für eine Feuerwehr mit 86 Einsätzen im Jahr zu wenig, bekräftigten die Herzberger Feuerwehrleute.

Auch die Jugendfeuerwehr der Stadt Herzberg konnte auf ein erfolgreiches Jahr 2016 Rückblick halten. Aktuell gibt es allerdings nur noch zwei Jugendfeuerwehren, welche in der Stützpunktfeuerwehr sowie im Ortsteil Borken stationiert sind. Im Jahr 2016 wurde die Bambini-Feuerwehr, Altersgruppe 6 bis 10 Jahre, wieder aktiviert. Hierfür bedankte sich die Stadtjugendwartin, Franziska Stephan, besonders bei der Kameradin Manja Stefling. Die Jugendlichen wurden zur vergangenen Weihnachtsfeier mit einem neuen Mannschaftstransportwagen inklusive Wettkampfschläuche überrascht.

Das Wachstum und die Vielfalt der Gefahrenpotenziale würden eine ständige Herausforderung sein und es notwendig machen, sich immer wieder neu auf Gefahrensituationen einzustellen. Unter dem Blickwinkel müsse noch deutlich mehr in die Freiwilligen Feuerwehren der Stadt investiert werden, formulierte der Bürgermeister. Weiterhin vertrat er die Meinung, dass das Ehrenamt zu wenig Anerkennung erhalte.

Höhepunkte des Abends waren die Übergabe des neuen LF20, welches erst am Donnerstag in der Kreisstadt eingetroffen ist, und die Weihe der neuen Fahrzeuge durch Pfarrerin Annika Scheinmann-Kohler. Ziel sei es nun, innerhalb von zwei Wochen die Einsatzkräfte speziell auf dem neuen Fahrzeug auszubilden, damit man es so schnell wie möglich in den Dienst stellen könne, berichtet Sebastian Voigt von Blaulichtreport Elbe-Elster für die Rundschau.

Zum Thema:
In die Alters- und Ehrenabteilung aufgenommen wurden die Kameraden Erwin Schlorf, Arno Becker und Hans-Joachim Pohle.Mit einer Schweigeminute wurde der verstorbenen Kameraden gedacht: Eckhard Schmidt, Waltraud Kienöl, Ilse Leesemann sowie Marko Proksch.