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| 12:49 Uhr

Junge Menschen packen kräftig mit an
Jugendliche helfen bei Sanierung der Metallwerkstatt in Domsdorf

 Die Truppe hatte viel Spaß während ihrer Woche: Maya, Aemilia, Lais, Irinia, Matthis und Anton (v.l.).
Die Truppe hatte viel Spaß während ihrer Woche: Maya, Aemilia, Lais, Irinia, Matthis und Anton (v.l.). FOTO: Rico Meißner
Domsdorf. Innerhalb ihres Freiwilligen Sozialen Jahres in der Denkmalpflege haben junge Erwachsene aus Berlin, Brasilien, Russland und Mexiko in der Schülerakademie Elbe-Elster kräftig mit angepackt. Von Rico Meißner

Dass sie ordentlich anpacken können, haben Matthis, Anton, Aemilia, Lais und Irina in der vergangenen Woche deutlich unter Beweis gestellt. Im Rahmen eines Projektes innerhalb ihres Freiwilligen Sozialen Jahres in der Denkmalpflege haben die jungen Erwachsenen Teile des Putzes in der Metallwerkstatt der Schülerakademie Elbe-Elster erneuert.

Doch bevor es an die eigentliche Arbeit ging, hieß es am Montag zunächst erst einmal: Platz schaffen. Maschinen und Werkbänke galt es umzuräumen, ehe es dem maroden Putz an den Kragen gehen konnte. „Eigentlich könnte man das Grundthema der Seminarwoche hier mit ‚Mörtel und Putze’ überschreiben“, lächelt Jugendbauhüttenleiter Bernd Henning. „An anderen Einsatzorten kann es beispielsweise Fachwerkhaussanierung sein.“ 

Die Arbeitstruppe ist bunt gemischt. Da sind Matthis und Anton aus Berlin, Lais aus Brasilien, Irina aus Russland und ihre Teamleiterin Maya Sanchez aus Mexiko. Alle verbindet ein Interesse am Bau. „Ich habe meinen Bachelor in Architektur bereits in Moskau gemacht, jetzt soll hier der Master folgen“, erzählt beispielsweise Irina. Lais hat bereits ein Ausbildung für Bauen und technisches Zeichnen in Brasilien absolviert. Vorstellen können sich alle Teilnehmer, in bautechnischen Berufen nach ihrem Freiwilligenjahr zu bleiben, davor wird es aber für die meisten noch einmal an die Hochschule oder Universität gehen.

Maya Sanchez ist seit einem Jahr Teamleiterin. Wo liegen die Herausforderungen? „Das Wichtigste ist immer, die Gruppe gut zu motivieren“, schätzt sie ein. Das hat in Domsdorf auf alle Fälle gut geklappt. Am Freitag ist der sogenannte „Opferputz“ aufgebracht. Er soll die Salze aus dem Mauerwerk ziehen und danach Platz für den eigentlich Anputz machen.

Zeit für große Freizeitvergnügungen blieb bei der vielen Arbeit nicht. Doch der Eindruck, den sie von der Region gewonnen haben, ist ein positiver. „Alle sind wirklich sehr nett zu uns“, so Sanchez. „Die Verpflegung ist super. Auch die Unterkunft in der Schlossherberge in Uebigau ist wirklich okay. Uebigau sieht nach einem netten Städtchen aus.“ Also wirklich keine Probleme ? „Naja“, lacht Sanchez. „Nein, aber um ehrlich zu sein, diese Mücken abends!“ Aber mit diesem Problem waren sie ja nicht alleine.

Das Projekt unter dem Namen Jugendbauhütten obliegt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in Trägerschaft der Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste und wird auch durch den Europäischen Sozialfond und das Land Brandenburg unterstützt.