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| 15:30 Uhr

Klärungsbedarf
Döbrichauer fragt: „Hat Luther sein Pferd getragen?“

Döbrichau/Beyern. Pferdehalter Steffen Richter kann den Wirbel um den Lößfurth-Weg nicht ganz nachvollziehen. Von Sylvia Kunze

Steffen Richter, Pferdehalter aus Döbrichau, sieht Klärungsbedarf in Sachen Nutzung des Lößfurth-Weges von Sachsen hinein ins Brandenburgische. Der hat im Vorjahr im Zuge seiner Ausweisung als Luther-Weg eine Sanierung erfahren – und nun machte der ebenfalls aus Döbrichau stammende Hans Jürgen Mittmann darauf aufmerksam, dass der Weg durch die Nutzung mit Pferden leiden würde.

Richter sagt unumwunden: „So ein Quatsch! Das ist ein offizieller Reitweg, ich darf mit meinen Pferden gar nicht woanders lang. Und jeder Straßenbauer sagt, dass der neu gebaute Weg solch Pferdegetrappel aushalten können muss.“ Er hat am heutigen Dienstag ein Gespräch mit dem Beilroder Bürgermeister René Vetter und hofft, dass dabei der Knatsch geklärt werden kann.

Als etwas anderes sieht er das Vorpreschen von Mittmann nämlich nicht an. „Er will mit Pferdehaltern aus dem Brandenburgischen gesprochen haben, aber bei mir war er noch nicht. Dabei weiß er sehr wohl, dass ich den Weg nutze“, ärgert sich der Döbrichauer und spekuliert: „Da will einer doch nur medial seine Märchenwelt in Erinnerung bringen.“

Zur Erklärung: Hans Jürgen Mittmann hatte im Vorjahr entlang des Weges von Döbrichau kommend in Richtung Beyern 24 Märchenfiguren aufgestellt, die Vorbeikommende erfreuen sollen. Jetzt monierte er (die Rundschau berichtete): Pferde-Äpfel blieben monatelang liegen und tiefe Trittlöcher würden das Joggen, das Befahren mit dem Fahrrad, Rollator und Rollstuhl sowie das Wandern erschweren. „Also mit einem Rollstuhl habe ich da noch niemanden gesehen“, schickt Steffen Richter gleich hinterher. Er stellt provokativ in den Raum: „Hat Luther damals eigentlich sein Pferd getragen?“ Und hofft, dass sich die Angelegenheit heute bei dem Gespräch mit Vetter klärt.