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| 09:45 Uhr

Ausgewertet
Dieses Jahr Besucherhoch am Kiebitz-See

Falkenberg. Die ersten Abrechnungen für die 2018er Saison im Falkenberger Erholungsgebiet liegen auf dem Tisch — und lassen Touristiker und Stadtverantwortliche mit der (Rest)Sonne um die Wette strahlen. Von Sylvia Kunze

„Was für ein schöner Sommer!“ — kann Marion Casper, Finanzverantwortliche der Stadt Falkenberg und Leiterin des Falkenberger Eigenbetriebs „Erholungsgebiet Kiebitz“ schwärmen. Private Erlebnisse und Freuden des zurückliegenden Sommers decken sich nun glücklicherweise auch einmal mit den Zahlen, die sie nach so einer Saison nur allzu gern lesen möchte. Klärchen sei Dank!

Es ist in der Tat so, bekräftigt die Frau des kommunalen Geldes, dass sich die vielen Sonnentage, die vom späten Frühjahr an bis in den Herbst hinein — also fast durchgängig in der diesjährigen Bade- und Freiluftsaison — im wahrsten Sinne des Wortes auszahlen. Zuerst einmal die rein statistischen Belege dafür: In der Saison 2018 wurden bis Anfang November auf dem Campingplatz am Kiebitz-See 3274 Touristen (335 mehr als im Vorjahr) gezählt, die 11051 Übernachtungen gebucht haben. Das entspricht einer durchschnittlichen Verweildauer von 3,38 Tagen. Hinzu kommen 1229 Personen mit 4766 Übernachtungen (durchschnittliche Verweildauer 3,89 Tage) in den städtischen Bungalows. Und nicht vergessen werden dürfen in der Auflistung die 66 Dauercamper. In Zahlen auf dem Konto heißt das laut Marion Casper: „Wir haben bei den Übernachtungen 14 Prozent mehr gegenüber dem Vergleichsjahr eingenommen.“

Da spielen die vielen Tagesgäste noch gar keine Rolle, aber in der vorläufigen Gesamtbilanz. „Wir verzeichnen ein Plus von 71 Prozent“, berichtet die Kiebitz-Chefin. Das manifestiere sich insbesondere in deutlichen Mehreinnahmen bei den Parkgebühren (die noch höher ausfallen könnten, wenn die Automaten durchgängig in Ordnung gewesen wären, wie Marion Casper einschiebt), beim Verleih von Booten und Wassertretern (ein großes Dankeschön geht dafür an die Partner von der Wasserwacht) sowie beim Schwimmunterricht.

„Wir hatten einen super Sommer“, freut man sich im Erholungsgebiet und in der Stadt gleichermaßen. Denn je kostendeckender die Einnahmen, desto geringer dürfte der städtische Zuschussbedarf ausfallen. Noch kommt der Kiebitz-See ohne einen solchen aber längst nicht aus. Aktuell liegt der geprüfte Jahresabschluss für das Vorjahr auf dem Tisch. Das weist ein Minus von 200000 Euro aus. „Ein Plus bleibt vorerst Illusion“, schätzt die Kämmerin ein. Investitionen (Bedarf besteht immer) und auszuweisende Abschreibungen lassen sich nur schwer vorab und über die eigentliche Kostendeckung hinaus erwirtschaften.

Seit wenigen Wochen gibt es nun endlich auf Wunsch vieler Gäste WLAN-Empfang im Erholungsgebiet. „Die großen Bäume auf dem Campingplatz, die von den Urlaubern als Schattenspender geschätzt werden, waren dabei leider nicht besonders hilfreich“, berichtet Marion Casper. Man habe eine ganze Weile tüfteln und sich von dem Vorhaben verabschieden müssen, dass der Empfang überall gleich gut gewährleistet wird. Wer WLAN nutzen will, kann das jetzt am Camper-Treff, den die Kiebitz-Verantwortlichen im nächsten Jahr noch ein wenig ansprechender herrichten lassen wollen, und am Grillplatz. „Das heißt im Gegenzug aber auch, dass wir im kommenden Jahr die Tarife anpassen“, kündigt die Werkleiterin an.

Außerdem wurden die Damen-Duschen auf dem Campingplatz saniert. Nächstes Jahr sollen die der Herren dran sein. Und auch die Steganlage konnte mithilfe der Wasserwacht und ortsansässiger Firmen erneuert werden.