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| 22:52 Uhr

Straßenbau
Diese Baumaßnahmen in Elbe-Elster hat der Landesbetrieb auf dem Schirm

In Staupitz haben Mitarbeiter der Niederlassung Cottbus der Firma Eurovia am Mittwoch die letzten Schichten des Straßenbelages eingebaut. Die Temperaturen haben sich nahe an der Frostgrenze bewegt.
In Staupitz haben Mitarbeiter der Niederlassung Cottbus der Firma Eurovia am Mittwoch die letzten Schichten des Straßenbelages eingebaut. Die Temperaturen haben sich nahe an der Frostgrenze bewegt. FOTO: Veit Rösler
Elbe-Elster. Planungsdezernent informiert Abgeordnete. Warten auf Ortsdurchfahrtenprogramm. Von Birgit Rudow

Was plant der Landesbetrieb Straßenwesen Süd in den kommenden Monaten und Jahren im Elbe-Elster-Kreis? Dazu hat Steffen Kleiner, Dezernatsleiter Planung Süd im Landesbetrieb, kürzlich im Kreisentwicklungsausschuss Auskunft gegeben. Dabei hob er noch einmal den Ausbau der Bundesstraße zwischen Bad Liebenwerda und Elsterwerda, die Ortsumfahrung Bad Liebenwerda und die umverlegte B 96 in Finsterwalde hervor. Steffen Kleiner informierte zu Vorhaben des Landesbetriebes auf Bundes- und Landesstraßen in Ortsdurchfahrten, zu Radwegen an Bundesstraßen und zu Brücken.

Planung von Ortsdurchfahrten auf Bundesstraßen:
Die Ortsdurchfahrt (B96) in Lieskau wird gegenwärtig gebaut.

In Herzberg befindet sich die Dresdener Straße (B 101) in der Ausführungsplanung. Sie soll 2019 gebaut werden. Probleme gebe es mit der Umfahrung der Baustelle. Wegen einer nahräumigen Umleitung durch Neunaundorf sei der Landesbetrieb mit der Stadt im Gespräch, so Steffen Kleiner. Für die Leipziger Straße (B 87) in Herzberg ist erst einmal kein grundhafter Ausbau geplant.

Für die Ortsdurchfahrt Hohenbucko (B 87) ist 2019 eine Deckenerneuerung vorgesehen, einschließlich Knotenpunkt. Aber auch hier gibt es aufgrund von Platzproblemen bei den Arbeiten Schwierigkeiten mit der Führung der Umleitung. Die muss noch abgestimmt werden.

Für den dritten Bauabschnitt der Ortsdurchfahrt Sonnewalde (B 96), der im kommenden Jahr gebaut werden soll, hat es kürzlich eine Anwohnerversammlung gegeben. Dieses Vorhaben befindet sich im Vergabeprozess.

In Planung für 2019 ist auch die Weststraße (B 101) in Elsterwerda. Die sei nicht einfach, so Kleiner. Hier seien Erschütterungsmessungen und Gebäudesubstanzerfassungen nötig.

Die Großenhainer Straße in Elsterwerda (B 101) befindet sich in der Vorplanung. Ihr Ausbau ist für 2021 vorgesehen. Die Besonderheit ist hier laut Kleiner eine fehlende Vorflut. Das Wasser müsse vor Ort versickern. Zwei Versammlungen mit Bürgern und der Stadt habe es schon gegeben.

Die B 101 soll in der Ortsdurchfahrt in Brandis und bei Bernsdorf im nächsten Jahr eine zweilagige Deckenerneuerung erhalten.

Der Bau der Ortsdurchfahrt Prösen (B 169) im Abschnitt 325 ist für das Jahr 2020 vorgesehen. Dazu gebe es eine gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde Röderland, so Steffen Kleiner. Der Bau brauche Vorbereitungszeit, da er wegen der Vorflut und den Umfahrungen nicht einfach sei.

In Bezug auf die Beseitigung des Bahnüberganges in Prösen (B 169) für den Ausbau der Bahnstrecke Berlin-Dresden für 200 km/h wisse man noch nicht, was auf den Landesbetrieb zukommt, sagte der Dezernent. Man habe der Bahn Vorschläge gemacht, das Problem zu lösen. Von einer Überführung war die Rede.

Die Ostumfahrung von Elsterwerda ist noch in einer sehr frühen Planungsphase.

Planung für Bundesstraßen begleitende Radwege:

Für den Radweg an der B 87 von Herzberg nach Fermerswalde sei eine sehr opulente Planung erforderlich, sagte Steffen Kleiner. Dabei gebe es viele naturschutzfachliche Dinge und auch Bauwerke zu beachten. Vorgesehen ist die Errichtung einer Allee. Der Zeithorizont bewege sich derzeit bei 2022.

Auch den Lückenschluss des Radweges nach Wiederau hat der Landesbetrieb auf dem Schirm, aber nicht durch den ganzen Ort, sondern nur bis an die Gemeinde ran.

Ortsdurchfahrten und freie Strecke Landesstraßen:

Der 3. Bauabschnitt in Schönborn (L 60) steht vor dem Abschluss. Hier fanden in den vergangenen Tagen Asphaltierungsarbeiten statt. Auch in Wainsdorf (L 59) sind die Arbeiten so gut wie abgeschlossen. Gearbeitet wird an der Straßendecke noch in Staupitz (L 63). Hier kündigt der Landesbetrieb einen zweiten Bauabschnitt an.

Entlang der L 59 zwischen Stolzenhain und Prösen errichtet der Landesbetrieb Straßenwesen laut Steffen Kleiner derzeit eine Allee. Insgesamt werde das Anlegen von Alleen aber immer problematischer. Es fehlten die Flächen, weil die Landwirtschaft sie nicht hergebe, so der Dezernent.

Zusammenfassend informierte er, dass das Land ein Ortsdurchfahrtenprogramm erarbeitet hat. Der Bewertungsprozess, in den unter anderem Straßenzustand, Schulwegeverbindung und Radwegeverbindungen eingeflossen sind, sei abgeschlossen. Das Programm werde in Kürze veröffentlicht. Er wolle der Ministerin nicht vorgreifen, so Steffen Kleiner. Er sagte nur, dass es im Landesstraßenbereich Süd den meisten Nachholbedarf gebe. Der betreffe Größenordnungen, die nicht so schnell zu bewältigen seien. Dazu brauche es Vorlaufzeiten, sagte der Dezernent.

Brückenbauwerke Landesstraßen:

Die Brücke über den Teichgraben in Prieschka (L 59) soll 2019 gebaut werden. Die über die alte Röder in Prieschka (L 593) im Jahr 2023.

Die Brücke über den Flutgraben in Neudeck (L 673) wird planmäßig 2019 saniert.

Zur Disposition stehen auch Brücken über Anlagen der Deutschen Bahn. In Doberlug-Kirchhain (L 60) ist für den Bau das Jahr 2022 ins Auge gefasst. Dazu müsse man sich noch mit der Kommune abstimmen, so Steffen Kleiner. Die Brücke über die Bahn (L 60) in Falkenberg ist auf derzeit unbestimmte Zeit verschoben, weil die Bahn das Großprojekt am Bahnhof Falkenberg auf Eis gelegt hat. Die Brücke (L 67) in Großrössen ist nach derzeitigem Stand für 2023 vorgesehen.