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| 20:02 Uhr

Für Erdmännchen & Co.
Herzberg hat jetzt auch ganz offiziell einen Tierpark

 Den Tieren dürfte es egal sein, wie ihr Zuhause nun genau heißt. Hinter dem Gehege für die Kamele soll demnächst die Erdmännchenanlage entstehen.
Den Tieren dürfte es egal sein, wie ihr Zuhause nun genau heißt. Hinter dem Gehege für die Kamele soll demnächst die Erdmännchenanlage entstehen. FOTO: LR / Rudow
Herzberg. Mancher sagt Tierpark, mancher Tiergehege. Das große Herzberger Fest heißt Tierparkfest. Der Förderverein nennt sich „Freunde des Tiergeheges Grochwitzer Park“. Aber was ist das Areal in Grochwitz denn nun wirklich? Von Birgit Rudow

Schon vor einer ganzen Weile hat die Europäische Union Richtlinien festgelegt, welche Einrichtung ein Gehege, welche ein Park und welche gar ein Zoo sind. Entscheidend sind Gehegegrößen und Mindest­anforderungen. Jedes Bundesland in Deutschland sollte diesbezüglich seine Einrichtungen überprüfen. In Brandenburg und auch in Elbe-Elster hat das etwas gedauert, doch nun liegt es schwarz auf weiß vor: Herzberg hat einen Tierpark, der so auch zu bezeichnen ist.

Der Förderverein „Freunde des Tiergeheges Grochwitzer Park“ muss sich also umbenennen und hat das natürlich auch getan. Notariell ist schon alles geregelt. Jetzt liegt der Vorgang beim Amtsgericht zur Eintragung ins Vereinsregister, erklärt der Vorsitzende des jetzt Fördervereins „Freunde des Tierparks Grochwitzer Park“ Reinhard Neupert.

Diese Änderung ist allerdings nur formeller Akt. Denn egal, ob nun Gehege oder Park, an den Aufgaben und Zielen hat sich nichts geändert. Die Stadt will den Tierpark Stück für Stück modernisieren und attraktiver machen. Ein herausragendes Projekt dabei ist die Erdmännchenanlage, die nördlich hinter dem Großgehege für die Kamele entstehen soll.

Verbunden mit diesem Bauvorhaben ist auch ein kleines neues Sozialgebäude für die Mitarbeiter des Tierparks. Dafür hat der Förderverein Fördermittel aus dem Leader-Programm beantragt und auch erhalten. Der Bewilligungsbescheid liegt vor. 162 000 Euro beträgt die Bausumme. 75 Prozent davon werden gefördert. 25 Prozent muss der Förderverein eigenständig an Spenden aufbringen. Wie der Verein selbst in einem Schaukasten in Grochwitz mitteilt, sind mittlerweile insgesamt etwa 40 000 Euro für den Tierpark zusammengekommen. „Wir würden uns aber freuen, wenn uns Leute, die an der Einrichtung interessiert sind, noch weiter unterstützen“, sagt Reinhard Neupert.

 Die kleine Brücke in den Teich ist jetzt begehbar. Leider ist in dem Teich aktuell kein Wasser.
Die kleine Brücke in den Teich ist jetzt begehbar. Leider ist in dem Teich aktuell kein Wasser. FOTO: LR / Rudow

Doch nicht nur der Fördermittelbescheid für die Erdmännchenanlage liegt vor, sondern auch die Baugenehmigung. Die Ausschreibung der ersten Arbeiten könnte also erfolgen. „Wir werden jetzt aber nicht in Aktionismus verfallen, sondern alles in Ruhe vorbereiten“, so Neupert. Der Verein hat beschlossen, den Grundstein für die Erdmännchenanlage zum Tierparkfest im kommenden Jahr zu legen. Ziel ist es, die Anlage bis zum Ende des nächsten Jahres fertig zu stellen. „Das ist unsere Wunschvorstellung. Ob wir das schaffen, ist heute natürlich noch nicht abzusehen“, so der Vorsitzende.

Und noch eine Neuigkeit hat Reinhard Neupert zu verkünden. Die kleine Brücke im Tierpark, die in den Teich ragt, ist jetzt begehbar. Der Teich ist momentan ausgetrocknet. Dieser Zustand wurde genutzt, das Fundament zu setzen. Nun muss es nur noch genug regnen, damit sich alle Teiche in Grochwitz wieder mit Wasser füllen.