ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 15:51 Uhr

Premiere in Domsdorf
„Die Schönheit der Steine“

Gemeinsam mit anderen Sammlern sorgte Dr. med.dent. Dieter Schwarz (r.) am Sonntag dafür, dass es beim Dampftag zum ersten Mal eine Mineralienbörse gab.
Gemeinsam mit anderen Sammlern sorgte Dr. med.dent. Dieter Schwarz (r.) am Sonntag dafür, dass es beim Dampftag zum ersten Mal eine Mineralienbörse gab. FOTO: Rico Meißner
Domsdorf. Gemeinsam mit anderen Sammlern hat Dr. Dieter Schwarz am Sonntag dafür gesorgt, dass es beim Dampftag zum ersten Mal eine Mineralienbörse gab. Von Rico Meißner

Dr. Dieter Schwarz aus Cottbus ist Zahnarzt im Ruhestand. Und er ist leidenschaftlicher Sammler von Gesteinen. Gemeinsam mit anderen Sammlern etwa aus dem Raum Riesa, Doberlug-Kirchhain oder Hoyerswerda hat er am Sonntag die erste Mineralienbörse beim Dampftag auf die Beine gestellt.

Dabei liegen regionale Exponate ebenso auf den Tischen wie Stücke aus verschiedenen Ländern. „Ich finde, das passt gut in dieses Sammelsurium hier rein“, sagt er und kann sich eine Neuauflage der Börse gut vorstellen. In seinem Besitz befinden sich weit mehr als 5000 Stücke.

Bei der Börse sind dann sowohl das Tauschen untereinander möglich als auch das käufliche Erwerben durch die Besucher. „Ich werde immer gefragt, was ist dieser Stein wert? Meine Antwort ist dann: So viel, wie er dir wert ist.“ Gerade schön polierte Achate, also eine mikrokristalline Varietät des Minerals Quarz, werden gerne nachgefragt. „Der Stein muss die Leute auf ästhetischer Ebene ansprechen, so dass sie sagen: Ein schöner Stein!“ Natürliche freue man sich, wenn man etwas verkaufen könne, allerdings sei dies nicht vorrangig.

Schwarz selbst begann 1953 in Finsterwalde mit dem Sammeln und ist, mit einiger Unterbrechung, dabei geblieben. „Es ist der Jagdtrieb, etwas zu finden.“ Viele Quarzvarietäten ließen sich in den regionalen nördlichen Geschieben und südlichen Geröllen aufstöbern. Beispielsweise in Kiesgruben könne man fündig werden oder auch auf vegetationsarmen Flächen. Mit Gleichgesinnten geht es auch schon mal auf die eine oder andere längere Reise. „Das macht dann richtig Laune. Und selbst wenn wir nichts finden, haben wir unseren Spaß.“

Bei der Bearbeitung der Fundstücke, also Sägen, Schleifen und Polieren, halte es jeder Sammler anders. Einige führten alle Schritte selbst durch, andere wiederum in Arbeitsteilung. „Durch diese Bearbeitung kommt die Schönheit der Steine dann deutlich zum Vorschein.“ Diese Schönheit erwähnt Schwarz immer wieder, auch wenn er jetzt, als ruheloser Sammler der er ist, einige andere Aspekte mitberücksichtigt, die von seiner Frau so kommentiert würden: „Früher hast du schöne Steine nach Hause gebracht, heute nur noch interessante.“