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| 01:03 Uhr

„Die Schatten meiner Toten“ werden heute vorgestellt

Herzberg.. „Als die Weimarer Republik starb, war ich ein Kind. Als das Tausendjährige Reich zugrunde ging, war ich ein Jüngling. Als der DDR-Sozialismus zusammenbrach, war ich ein Mann. Wenn das Gegenwärtige sterben wird, werde ich nicht mehr sein.

Die Tragik des Alters ist das Überleben.“ Werner Heiduczek, Autor des DDR-Kultromans „Tod am Meer“ und Verfasser vieler anderer preisgekrönter Bücher, erzählt sein Leben.
Im streng katholisch geprägten Oberschlesien aufgewachsen, im Zweiten Weltkrieg Luftwaffenhelfer, russische Gefangenschaft, Neulehrer im Nachkriegsdeutschland, Karriere zum Schulinspektor und Kreisschulrat, Sprachdozent im Ausland und seit 1965 freier Schriftsteller - das sind die Stationen eines exemplarischen Lebens, in das die Wirrnisse der Zeit eng verwoben sind. Ein Leben in lauter Geschichten, Stimmungsbilder einer infamen Epoche mit verwegenen Entschlüssen, die Vergessene, Verschollene, Bekannt- und Berühmtheiten und gar manche verrückten Naturen ins Blickfeld rücken und uns über den Sinn des Lebens nachdenken lassen.
Werner Heiduczek, geboren 1926 in Hindenburg/Schlesien, lebt in Leipzig. Neben Romanen und Erzählungen entstanden eine Vielzahl von Kinderbüchern und Arbeiten für Bühne und Funk. Bekannt wurde er besonders durch seine Romane „Abschied von den Engeln“ und „Tod am Meer“ .
Heute liest er aus seinem aktuellen Werk „Die Schatten meiner Toten“ in der BücherKammer. Danach besteht die Möglichkeit, das eigene Exemplar signieren zu lassen und mit dem Autor ins Gespräch zu kommen. Beginn des literarischen Abends ist 19 Uhr. (red/sk)