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Die Rechenspiele gehen weiter

Elbe-Elster. Elbe-Elsters Gymnasien prüfen, ob und wie viele Schüler die Abiturprüfungen in Mathe nachholen dürfen. Denn sogar innerhalb der Schulen können Unterschiede auftreten. Steven Wiesner

Für die Schulleiter der vier Gymnasien in Elbe-Elster dürfte der Arbeitstag am Montag ein bisschen länger gedauert haben als üblich. Denn gestern unterrichtete das Bildungsministerium des Landes Brandenburg seine Schulen, wie mit der Prüfungspanne im Fachbereich Mathematik umzugehen ist. Hintergrund: Bei den schriftlichen Abiturprüfungen am 3. Mai ist Wissen abgefragt worden, das zuvor an vielen Brandenburger Schulen ganz offenbar nicht vermittelt worden ist. Mehr als 6000 Schüler hatten sich Gehör verschafft, um einen Nachschreibetermin zu erwirken, der inzwischen auch schon für den 12. Juni angesetzt worden ist.

Doch wie Bundesminister Günter Baaske gegenüber dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) zu Protokoll gab, steht damit nicht jedem Schüler automatisch zu, seine Note zu verbessern, sondern nur denjenigen, die den Stoff tatsächlich nicht behandelt haben. "Der Prüfungsausschuss in den Schulen wird ganz genau prüfen: War das Thema im Unterricht? Hatten wir dazu eine Klausur? Hat es im Kursbuch gestanden? Und dann wird entschieden in der Schule, ob noch mal wiederholt werden darf", so Baaske. Und genau mit dieser Aufgabe sehen sich nun das Sängerstadt-Gymnasium in Finsterwalde, das Philipp-Melanchthon-Gymnasium in Herzberg, das Elsterschloss-Gymnasium in Elsterwerda sowie das Evangelische Gymnasium in Doberlug-Kirchhain konfrontiert.

Keine leichte Ursachenforschung, wenn man bedenkt, dass nicht nur außerhalb, sondern auch innerhalb einer Schule Unterschiede bei der Vermittlung der Stoffmenge auftreten können. "Wir werden uns zusammensetzen und unsere Schüler schnellstmöglich informieren", sagt beispielsweise Melanchthon-Schulleiterin Barbara Pietzonka. In dieser Woche, vielleicht auch schon am heutigen Dienstag, sollen Entscheidungen getroffen werden.