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Die neue Straße bereitet Radlern Probleme

Brigitte Müller kritisiert neue Straße.
Brigitte Müller kritisiert neue Straße. FOTO: sk
Schönewalde. Gut rollt es sich jetzt durch Schönewalde, seitdem die Asphaltstraße das Pflaster abgelöst hat. Dem stimmt auch Brigitte Müller zu: "Da fallen mir wenigstens nicht mehr die Zähne raus, wenn ich mit dem Fahrrad fahre", bemerkt sie spaßig und wird dann aber sehr schnell sehr ernst. Sylvia Kunze

Denn ansonsten hat sie nur viel Kritik für die neue Straße übrig. Insbesondere die Entwässerungsmulden neben der Straße in Höhe des Blumenladens bereiten Probleme. "Wenn ich dort mit dem Fahrrad langfahre, streifen die Lkw schon fast meine Fahrradklingel, wobei mir Angst und Bange wird. Aber wohin? In den Graben? Man weiß nicht wohin. Ich flüchte auf den Gehweg", bekennt sie in der "LR vor Ort"-Gesprächsrunde. Und auch Sylvia Schurig bestätigt: "Die Einbuchtungen, damit man dem Gegenverkehr Platz lassen kann, die es vorher gab und jetzt nicht mehr, die fehlen enorm." Deshalb ihr Vorschlag: "Man sollte die Gehwege auch für Radfahrer freigeben." Für Ortsvorsteherin Renate Rziha ist die Kritik nicht neu. "Wir haben schon während des Straßenbaus darüber gesprochen, kamen aber mit unserem Anliegen nicht durch", berichtet sie und verspricht: "Wir schauen da noch mal drauf und werden im Bauausschuss und in der Stadtverordnetenversammlung darüber reden."

Zur Sprache kommt in dem Zusammenhang auch noch das Parkregime in der Stadt. Das lasse System vermissen, kommt Kritik aus den Gästereihen. Mit der ordnungsbehördlichen Verordnung, die den Abgeordneten zur Abstimmung vorliege, habe man bald eine Grundlage, gegen notorische Falschparker vorzugehen, kündigt Hauptamtsleiterin Christiane Knese an. Bürgermeister Michael Stawski plädiert zugleich für maßvolles Vorgehen. "Soll die Stadt mit Falschparkern Geld verdienen? Oder soll sie eher mit Fingerspitzengefühl agieren, um nicht noch die letzten Leute, die in die Stadt kommen, zu vergraulen?"