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| 02:37 Uhr

Die kleinen Sperlinge sind die häufigsten Wintervögel im Elbe-Elster-Kreis

Sperlinge tummen sich zu jeder Jahreszeit in unseren Breiten.
Sperlinge tummen sich zu jeder Jahreszeit in unseren Breiten. FOTO: ZB
Elbe-Elster-Kreis. Deutschlandweit und kreisweit gibt es einen Vogel, der in der diesjährigen Zählung der Wintervögel am häufigsten gesehen worden ist: der Haussperling. Ihm folgen auf den nachfolgenden Spitzenplätzen bundesweit die Amsel und die Kohlmeise. red/sk

Im Landkreis Elbe-Elster beteiligten sich 110 Vogelfreunde an der Zählung und meldeten 3358 Vögel. Der Haussperling lag vorn, vor dem Feldsperling und der Kohlmeise. Es wurden jedoch deutlich weniger Vögel als im Vorjahr gezählt. Seit 2011 gibt es diese abnehmende Tendenz, die insgesamt bei etwa 30 Prozent liegt.

Auch der Falkenberger Naturfreund Dieter Lehmann hat mitgezählt. Seine Winterfütterung steht seit Jahren auf der Terrasse vor seinem Haus. Direkt gegenüber befindet sich neu erschlossenes Bauland, auf dem Sträucher und Bäume gerodet und gefällt wurden. "Deshalb konnte ich weit weniger Vögel beobachten als in vorangegangenen Jahren. Es waren während der Stunde meiner Zählung: 8 Kohlmeisen, 3 Blaumeisen, 3 Schwanzmeisen, 2 Amseln, aber nur 3 Feldsperlinge; kein einziger Haussperling. Als Raritäten waren jeweils eine Weidenmeise, ein Rotkehlchen und ein Eichelhäher zu Gast. Es fehlten auffallend die Grün- und Buntfinken und vor allem die Erlenzeisige. Letztere kommen bei uns hauptsächlich nur als Wintergäste vor. Auch kein Kernbeißer und Gimpel ließen sich blicken", schreibt Lehmann.

Und weiter: "Meine Futterangebote sind vielseitig. Für die Körnerfresser natürlich Sonnenblumen-, Hanf- und Weizenkörner, dazu Hirse, Mohn und zerkleinerte Nüsse. Natürlich auch Meisenknödel und selbst angefertigte Futtertöpfe mit ungesalzenem Rindertalg, Sonnenblumenkernen und Haferflocken. Ich kann nur empfehlen, die Wintervögel zu füttern. Aber es sollte regelmäßig und möglichst täglich vorgenommen werden."

Zum Thema:
Vom 6. bis 9. Januar 2017 gab es die jährliche NABU-Zählaktion "Stunde der Wintervögel". Alle Vögel, die während dieser Tage innerhalb einer beliebigen Stunde zu beobachten waren, sollten gezählt und gemeldet werden. Die Auswertung hat ergeben, dass rund 115 000 Vogelfreunde 2,6 Millionen Vögel beobachtet und gemeldet haben.