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| 02:39 Uhr

Die ewige Diskussion um den Winterdienst

Falkenberg. Im Bauhof der Stadt Falkenberg dreht sich in diesen Tagen wieder alles um den Winterdienst. "Wir geben uns alle erdenkliche Mühe. Sylvia Kunze

Aber ich bin mir sicher, dass es dennoch einige Einwohner gibt, die mit unserer Arbeit nicht zufrieden sind", sagt Bauhofleiter Ullrich Fritzsche.

Mit Verabschiedung der Winterdienstgebührensatzung Ende des vergangenen Jahres, mit der die Grundstückseigentümer neben ihren Verpflichtungen nach der Straßenreinigung- und Winterdienstsatzung nun seit Beginn des Jahres auch für den Winterdienst im Stadtgebiet zur Kasse gebeten werden, dürfte dieser kritische Blick auf die Arbeit der Stadtbediensteten nicht geringer werden. Das belegt ein der RUNDSCHAU vorliegender Leserbrief von Jörg Rudolph. In diesem beklagt er, dass der städtische Winterdienst stellenweise erst sehr spät greife und schimpft, dass er dafür nun auch noch zahlen solle.

Stadt und Grundstücksbesitzer sind in der Tat gleichermaßen an die in der Satzung festgelegten Zeiten gebunden. Heißt: werktags sollte bis 7 Uhr in der Nacht frisch gefallener Schnee unter anderem von Gehwegen und anderen wichtigen öffentlichen Flächen weitgehend beseitigt sein - jedenfalls so weit, dass davon keine Unfallgefahr mehr ausgehen kann. Fritzsche räumt ein, dass das für die Bauhofmitarbeiter nicht immer zu schaffen sei. Deren Arbeitspensum ist groß und umfasst Radwege, Parkplätze, kommunale Einrichtungen und Bushaltestellen. Er weiß: Wenn nicht dauerhaft "schwarze Straße" zu sehen ist, habe der Bauhof eben nicht richtig gearbeitet. Diese Kritik werde immer wieder laut. Dabei hat Bürgermeister Herold Quick während der Diskussion zu den Winterdienstgebühren darauf aufmerksam gemacht, dass der Bürger durchaus jederzeit eine "schwarze Straße" haben könne, diese aber auch bezahlen müsse.

Eine ähnliche Debatte war schon geführt worden, als im Stadtgebiet eine Prioritätenliste für den Winterdienst erarbeitet wurde. Nach dieser werden Haupt- vor Nebenstraßen bedient, Anliegerstraßen zuletzt und in geringerem Umfang. "Ist es schlimm, wenn man bei Winterwetter hundert Meter vorsichtig fährt, um auf eine geräumte Straße zu gelangen?", fragt Fritzsche. Die Mehrheit der Falkenberger sei einsichtig.