Von Birgit Rudow

Besser hätte es nicht laufen können. Strahlender Sonnenschein, mehr als 50 Händler oder Aussteller und so viele Besucher, als wäre Tierparkfest. Die Herzberger haben ihn wieder: ihren großen Bauernmarkt in Grochwitz, auf den sie vier Jahre verzichten mussten. Bei Blasmusik von „No Name“ schlenderten sie am Vormittag über den Platz und deckten sich mit regionalen Produkten ein. Ob Kartoffeln aus Böhnitz, Wein aus Bad Liebenwerda und Schlieben, Honig aus Klossa, Kürbisse aus Jagsal oder Pflanzen aus Herzberg – es gab jede Menge zu entdecken und mitzunehmen. Die Händler waren des Lobes voll. „Wir sind zum ersten Mal in Herzberg. So viele Stände und so nette Leute. Wir kommen gern wieder“, sagt Heike Schurig vom Weinhandel Schurig aus Bad Liebenwerda. Begeistert waren auch ihre Kollegen aus Schlieben. „Das ist ein sehr schöner Markt“, so Annette Engel vom Weinbauverein. Ähnlich äußerten sich Sybille Puppe von der Imkerei Puppe aus Klossa oder Bern Drößler vom Blumenhof aus Jagsal.

Doch auch die Besucher waren richtig gut drauf. Vor allem, weil es ein Markt für die ganze Familie war. Nicht nur die Vatis interessierten sich für die alten Traktoren des Mc Cormick Stammtisches Buckau und anderer Technik-Aussteller. Auch die Jüngsten fanden es toll, mal auf solch einem Gefährt zu sitzen. Tiere gab es für die Kinder reichlich zu bestaunen. Ponys, Rinder, Gänse, Hühner, Meerschweinchen – alles war vertreten. Gespannt waren viele Gäste auf das Chicken-Bingo. Wer für einen Euro ein Zahlenlos gekauft hatte, konnte hoffen, dass die Hühner ihr „Häuflein“ richtig setzten. Zu gewinnen gab es bei diesem Spaß Regionales von den Händlern.

Die Interessengemeinschaft Historisches Feld aus Kolochau machte gleich Werbung für ihr Kürbisfest am 21. Oktober, die Herzberger Münzfreunde zeigten eine Ausstellung zum Thema „Landwirtschaft auf numismatischen Objekten“, der Pflegestützpunkt nutzte die Gunst der Stunde und klärte zur Aktion   „Altersfreundliche Gemeinde“ auf und die Stadt Herzberg brachte den neuen Kalender des Städtebundes und das Herzberg-Maskottchen Hirsch Hansi an Frau oder Mann.

Es gab also nicht nur was „zu Futtern“ auf dem Markt. Doch auch danach war der Andrang groß. Am Nachmittag zum Programm der Hort- und Kita-Kinder gab es dann nochmal einen richtigen Besucheransturm. Gabi Lang und Susi Wegner von der Herzberger Stadtverwaltung, die die Fäden für den Markt „gesponnen“ hatten, waren rundum zufrieden. „Wir haben schon Anmeldungen für das nächste Jahr von Händlern, die diesmal nicht dabei waren“, so Gabi Lang. Wenn das nicht das beste Indiz für einen tollen Bauernmarkt ist.