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| 16:37 Uhr

Nachgefragt beim Landesumweltamt
Die Arbeiten am Wehr in Frauenhorst abgeschlossen

Am Wehr bei Frauenhorst wurden die Pfeiler und Widerlager saniert.
Am Wehr bei Frauenhorst wurden die Pfeiler und Widerlager saniert. FOTO: Dieter Müller
Herzberg. Landesumweltamt hat Pfeiler und Widerlager instand gesetzt.

Der Bagger am Wehr in Frauenhorst ist weg. Nur eine Leiter steht noch dort und Säcke liegen im Wasser. Passiert hier noch etwas? Die RUNDSCHAU hat beim Landesamtes für Umwelt (LfU) nachgefragt, das für diese Instandsetzung zuständig ist.

Bei den regelmäßigen Bauwerksinspektionen hat das LfU 2016 Sanierungsbedarf an dem Wehr festgestellt, antwortet der Sprecher des Amtes Thomas Frey. Die Fugen des Granitmauerwerks der drei Strompfeiler, der beiden landseitigen Pfeiler sowie der beiden Widerlager mussten zur Bestandssicherung erneuert werden. Dafür wurden 2017 die Bauleistungen vergeben und die Maßnahme wurde begonnen, erläutert das LfU.

Die meist niedrigen Wasserstände in diesem Jahr haben die Arbeiten landseitig und im Unterwasser des Wehres begünstigt. Die Widerlager, die landseitigen Pfeiler und große Teile der Strompfeiler konnten Instand gesetzt werden. „Jedoch verhindern die derzeit sehr niedrigen Abflussmengen der Schwarzen Elster den vollständigen Abschluss der Maßnahme. Das hierfür erforderliche ‚Freiziehen’ der Anlage und die damit einhergehende Absenkung des Wasserspiegels hätte schwerwiegende Folgen für die Tier- und Pflanzenwelt des Flusses. Selbst ein vollständiges Trockenfallen der Schwarzen Elster oberhalb des Wehres wäre zu befürchten. Deshalb wird die Baumaßnahme mit dem erreichten Stand beendet“, so Thomas Frey. Das sei möglich, weil die Arbeiten bei niedrigen Wasserständen gezeigt hätten, dass die ständig unterhalb der Wasserlinie liegenden Fugen im Oberwasser in einem weit besseren Zustand sind, als angenommen. Im Rahmen der Bauwerksinspektionen werde der Zustand der Fugen weiter kontrolliert, heißt es aus dem LfU.

(ru)