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| 02:34 Uhr

Des Amtsdirektors Rechnung

Amtsdirektor Andreas Polz (l.) bedankt sich beim Amtsausschussvorsitzenden Reinhard Claus für die gute, vor allem konstruktive Zusammenarbeit.
Amtsdirektor Andreas Polz (l.) bedankt sich beim Amtsausschussvorsitzenden Reinhard Claus für die gute, vor allem konstruktive Zusammenarbeit. FOTO: Kunze
Schlieben. Am Rande des Schliebener Moienmarktes ist am Sonntag das 25-jährige Bestehen des Amtes in einer kleinen Feierstunde gewürdigt worden. Viele konnten es beobachten: Amtsdirektor Andreas Polz hat weder im Vorfeld vom "Schliebener Stier" probiert, noch im Weinkeller schnell ein Gläschen Alkoholisches gehoben. Sylvia Kunze

Wenn er auch Weinglas zum Anstoßen in die Luft hielt, es enthielt nur Wasser. Dennoch ist er zu einer ganz besonderen Rechnung gekommen, die die jüngste 25-jährige Geschichte des Schliebener Amtes wiedergibt: "16 plus 1 macht 5. Und aus 5 ist heute 1 geworden. Man steht füreinander ein und spornt sich gegenseitig an", umriss Polz das enge Miteinander im Amt.

Ein kurzer Blick zurück: Am 22. April 1992 ist das Amt Schlieben gebildet worden - übrigens als eines der ersten im Land Brandenburg. Damals fanden sich die Stadt Schlieben und 15 Gemeinden aus dem Schliebener Land plus Polzen aus dem Herzberger Stadtbereich zusammen. Später wurden dann daraus neben der Stadt Schlieben die Gemeinden Fichtwald, Kremitz aue, Hohenbucko und Lebusa. Aber auch die sind nach Einschätzung des Amtsdirektors inzwischen schon sehr eng zusammengewachsen.

Und überhaupt: Das Amt Schlieben gibt es eigentlich sehr viel länger. Polz erinnerte daran, dass man schon im 14. Jahrhundert davon gesprochen habe, damals allerdings noch in viel größerer Ausdehnung. Damals gehörten sogar noch Orte wie Pettkus, Wüstermarke, Osteroda, Kaxdorf, Jeßnigk, Knippelsdorf, Schöna-Kolpien und Alt-Herzberg dazu. "Mal sehen, was das Land mit dieser historischen Vorgabe im Weiteren daraus macht", meinte Andreas Polz mit Augenzwinkern und Bezug auf die aktuellen Landespläne in Sachen Verwaltungsreform. Aber die werde hoffentlich "nicht mit der gleichen Brechstange angegangen, wie die Kreisreform", sagte der Amtsausschussvorsitzende Reinhard Claus.

Die Feierstunde wurde auch zum Anlass genommen, das nun vom Patent- und Markenamt geschützte Symbol des Schliebener Landes vorzustellen: den Kranich. "Das Symbol ist vielen schon vertraut. Es grüßt von fast allen Produkten des Schliebener Landes", erinnerte Polz. Den Schutzstatus habe man nicht beantragt, um damit Geld zu machen, versicherte er, sondern vielmehr deshalb, "damit das Amt ein Wörtchen mitreden kann, wer das Symbol wo verwendet".

"Vater" des aufsteigenden Kranichs, der nun schon seit Jahren zur Öffentlichkeitsarbeit des Schliebener Landes dazugehört, ist Dr. Jürgen Wolf. Er hatte vor Jahren die Idee für dieses Symbol. Zur Feierstunde, zu der auch Vertreter aus Politik und Gesellschaft gekommen waren, gab es für ihn deshalb einen Blumenstrauß als kleines Dankeschön.