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| 02:38 Uhr

Derzeit kommen weniger Flüchtlinge nach Elbe-Elster

Falkenberg. Der Landkreis Elbe-Elster rüstet sich für die Aufnahme weiterer Asylbewerber und Flüchtlinge in diesem Jahr. Bisher sind 2016 bedeutend weniger Flüchtlinge im Landkreis angekommen als in den letzten Wochen 2015. Birgit Rudow

Katrin Porsche, Leiterin der Stabsstelle für Steuerungs- und Asylangelegenheiten des Landkreises, informierte Ende vergangener Woche die Mitglieder des Ausschusses für Familie, Soziales und Gesundheit des Kreistages zur aktuellen Situation bei der Aufnahme von Asylbewerbern und Flüchtlingen im Elbe-Elster-Kreis. Per Ende Januar hat der Kreis 2016 bisher 69 Asylbewerber aufgenommen. Soviel kamen in den letzten Wochen des vergangenen Jahres fast wöchentlich. "Das verschafft uns etwas Luft zum Durchatmen, zumal es aktuell keine festen Zuweisungen gibt", sagt Katrin Porsche. Das sei aber kein Grund, die Hände in den Schoß zu legen. Die Stabsstellenleiterin geht davon aus, dass sich das auch ganz schnell wieder ändern kann.

In den ersten Wochen des Jahres konnten bisher 39 weitere Wohnungen mit einer geplanten Kapazität für 151 Personen angemietet bzw. zur Anmietung vorbereitet werden, berichtet sie. Im Jahr 2015 waren es 88 Wohnungen mit einer Kapazität für 398 Personen. Insgesamt verfügt der Kreis derzeit über eine Plankapazität von 579 Plätzen für die dezentrale Unterbringung in Wohnungen. Aktuell sind davon 370 Plätze belegt, so Katrin Porsche. In den Gemeinschafts- und Notunterkünften sowie in den Wohnverbünden steht darüber hinaus eine Plankapazität von 1065 Plätzen zur Verfügung. Davon sind 919 belegt.

Den größten Wohnungsbestand für Flüchtlinge und Asylbewerber gibt es in Elsterwerda (aktuell 132 Plätze), Finsterwalde (112) und Herzberg (103). 63 Plätze sind es laut Kreisverwaltung im Amt Elsterland, 56 in Bad Liebenwerda, 42 in Falkenberg, 19 in Mühlberg, 17 im Amt Schlieben, 16 in Schönewalde, zehn im Amt Kleine Elster und neun in Doberlug- Kirchhain. In Sonnewalde, in Uebigau-Wahrenbrück, in den Ämtern Schradenland und Plessa sowie in der Gemeinde Röderland gibt es noch keine Wohnungsbelegung für Asylbewerber. "Das ist in den kleinen Kommunen auch schwierig, weil es hier nur einen geringen Wohnungsleerstand gibt", erläutert Katrin Porsche.

Der Landkreis rechnet für 2016 etwa mit der gleichen Zuweisungsrate wie im vergangenen Jahr. 2015 hat der Elbe-Elster-Kreis abzüglich der Rückführungen 1288 Asylbewerber und Flüchtlinge aufgenommen. Die "ruhigen" Wochen zu Beginn des Jahres werden für die weitere Akquise von Unterkünften genutzt. In der Notunterkunft in Finsterwalde wurden die Feldbetten gegen normale Betten ausgetauscht. Momentan sei man dabei, eine Küche zu installieren, so Katrin Porsche. Zu tun gibt es für die Mitarbeiter des Stabes Asyl der Kreisverwaltung, für die Träger der Einrichtungen und die Ehrenamtlichen jederzeit genug.