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| 10:07 Uhr

Der Winter kann kommen

Am vergangenen Wochenende haben Mitarbeiter der Kreisstraßenmeisterei die Pappeln an Straße zwischen der B 87 und Schlieben-Berga beschnitten und morsches Holz entfernt.In dieser Woche hieß es dann, die ersten Schneezäune aufzustellen.
Am vergangenen Wochenende haben Mitarbeiter der Kreisstraßenmeisterei die Pappeln an Straße zwischen der B 87 und Schlieben-Berga beschnitten und morsches Holz entfernt.In dieser Woche hieß es dann, die ersten Schneezäune aufzustellen. FOTO: Dieter MüllerFoto: Sven Gückel
Mit erstem Scheibenkratzen in der vergangenen Woche hat der Winter vor allem für die Kraftfahrer schon seine erste Visitenkarte abgegeben. Doch lange, ehe er so richtig mit Eis und Schnee zuschlägt, haben sich die Mitarbeiter der Herzberger Straßenmeisterei auf die kalte Jahreszeit eingestellt. In dieser Woche whaben sie die Schneezäune aufgestellt. Die obligatorische Winterdienstüberprüfung hat bereits stattgefunden. Von Birgit Rudow

Die Deckenerneuerungen an den Straßen zwischen Kolochau und Jeßnigk sowie zwischen Oelsig und Nexdorf sind abgeschlossen. Für dieses Jahr bleiben den Männern der Straßenmeisterei nur noch ein paar Markierungsarbeiten. Außerhalb der Ortschaften wird auch gemäht. Am vergangenen Wochenende haben sie zudem die Pappeln in Schlieben-Berga beschnitten.
Noch ist an den Fahrzeugen jedoch nichts von Schneepflug oder Streukreisel zu sehen. Doch sollte der Winter überraschend Einzug halten, dauert es nur wenige Stunden, die Fahrzeuge auf den Winterdienst umzurüsten. In dieser Woche begannen die Mitarbeiter in Absprache mit den Agrarbetrieben auch mit dem Stellen der Schneezäune. Etwa acht Zaun-Kilometer sollen vor Verwehungen schützen. Zuständig für die Koordination ist in der Straßenmeisterei jetzt Nico Contes. Er hat den Job von „Altstraßenmeister“ Hans-Joachim Köllner übernommen, der in den Ruhestand gegangen ist.
Etwa 270 Kilometer Bundes- und Landesstraße hat die Meisterei Herzberg zu betreuen. Damit in der kalten Jahreszeit alles glatt geht, führt die Niederlassung Süd des Landesbetriebes für Straßenwesen in Cottbus alljährlich Winterdienstüberprüfungen in den Straßenmeistereien durch. „Da kommt alles auf den Prüfstand“ , so Mario Sasse, Chef der Herzberger Meisterei. Dienstpläne, Fahrzeuge, Streuaufsätze, Schneepflüge, der Salzbestand, die Solemixstation, der Zustand der Gebäude und die Einhaltung der Sicherheitsanforderungen bei Werkzeugen und Geräten. „Es werden auch besondere Situationen durchgecheckt“ , sagt Mario Sasse. „Zum Beispiel, wie der Dienst organisiert wird, wenn ein Fahrzeug ausfällt.“
Neu für die Herzberger Straßenmeisterei ist ab diesem Jahr die Beräumung der dreispurigen Abschnitte auf der B 101 zwischen der Kreisstadt und Wiederau. „Beim Streuen reicht ein Fahrzeug. Der Teller deckt die Breite ab“ , erklärt Sasse. „Beim Räumen aber müssen wir gestaffelt mit zwei Fahrzeugen arbeiten. Das ist aber kein Problem.“ Sechs Autos - vier Unimog und zwei größere Lkw - stehen zur Verfügung. 23 Leute arbeiten im Schichtsystem des Winterdienstes in der Regel von früh um 3 Uhr bis abends 22 Uhr. „Wenn es aber ganz dicke kommt, fahren wir auch durch. Die Kraftfahrer sollten aber auch Verständnis dafür haben, dass wir nicht überall zur gleichen Zeit sein können.“
Bei starkem Schneefall wird die Straßenmeisterei von zwei Vertragspartnern, der Außenstelle Schlieben des Landhandels Falkenberg und der Agrargenossenschaft Großrössen, unterstützt. Für die Beräumung der Radwege wurde die Außenstelle Herzberg eines Hausmeisterservicebetriebes in Cottbus vertraglich gebunden.
Die Straßenmeisterei ist für den Winter gerüstet. Deren Mitarbeiter hoffen aber, dass auch die Kraftfahrer für die Ankunft erster Schneeflocken gewappnet sind.