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| 19:33 Uhr

Pfingstrock im Botanischen Garten
In der Szene als Hochkaräter etabliert

Pfingstrock in Herzberg FOTO: Sven Gückel
Herzberg. Der schon traditionelle Pfingstrock im Botanischen Garten beschert Herzberg wieder überregionale Aufmerksamkeit. Von Sven Gückel

Pfingstsonntag wird Herzberg traditionell mit Musik beschallt. Fünf Stunden lang, von abends um acht bis eine Stunde nach Mitternacht, wird der Botanische Garten zum Mekka für Musikfans. Die reisen aus ganz Deutschland an die Schwarze Elster, um ihre Lieblingsband live zu sehen. Der Herzberger Pfingstrock hat sich damit in der Musikszene längst als hochkarätige Veranstaltung etabliert.

Schon eine Stunde, bevor der Einlass in den Botanischen Garten überhaupt freigegeben wurde, standen die ersten Besucher am Tor. Währenddessen herrschte im Park noch betriebsame Hektik. Bierwagen wurden vorbereitet, Absperrbänder gezogen, die Wege mit Gläsern und darin enthaltenen Teelichtern gesäumt. Für Daniel Tietze und Reinhard Straach endete zu dieser Zeit ein Vorbereitungsmarathon, der beide seit Monaten in Atem hielt. „Auch wenn wir uns bei den Agenturen inzwischen einen guten Namen erarbeitet haben und über gute Kontakte verfügen, so ist es doch immer wieder schwer, die richtigen Bands nach Herzberg zu holen“, betonte Tietze, gebürtiger Herzberger und jetzt in Potsdam zu Hause. Das Problem sei, fügte er an, dass die Auserkorenen zu diesem Zeitpunkt auch Zeit haben müssen, um nach Herzberg zu kommen und darüber hinaus mit dem Salär zufrieden sind, das die Veranstalter ihnen bieten können. Und die, so ergänzte Straach, wollen vor allem eines: Am Niveau der Veranstaltung und der Qualität der Musik keine Abstriche machen. „Die ganz großen Namen können wir uns nicht leisten. Aber die, die zu uns kommen, verfügen dennoch über die gewünschte Qualität und besitzen längst einen Namen”, sagte Tietze. Kapelle Petra, Johnny Brandenburg und Soeckers aus Deutschland sowie als Highlight die Grammy Awards-Gewinner Fantastic Negrito aus den USA standen in diesem Jahr auf der Bühne und wurden allesamt von den gut 1000 Besuchern gefeiert. „Ein fantastischer Abend. Wir haben durchweg nur positive Kritiken erhalten”, resümierte Reinhard Straach am Montagmorgen nach einer langen Feiernacht.
Bands haben Fans im Schlepptau

Welche Bands eingeladen werden, sprechen Straach und Tietze im Vorfeld gemeinsam ab. „Freunde hören oder sehen etwas, was ihnen gefällt. Das geben sie uns dann als Tipp weiter. So waren bisher immer die Anfänge”, erläuterte Tietze. Schön sei, dass fast jede Band ihre eigenen Fans im Schlepptau mit nach Herzberg bringt. Dies sei eine einmalige Werbung für die Stadt. „Es ist ohnehin unser einziges Anliegen, etwas für Herzberg zu tun”, stellte Straach heraus.

Mit der Bekanntheit des Events und der Bands, die nahezu alle schon im Radio zu hören sind, werden auch überregionale Medien wie etwa Berliner Radiosender auf die Veranstaltung und Herzberg aufmerksam. Was wiederum den Veranstaltern die künftige Suche nach Bands etwas vereinfacht. Auch das Finden von Sponsoren, ohne die es nicht geht, gestalte sich dadurch wesentlich leichter.
Eine wunderbare Idee hatten Daniel Tietze mit der Initiierung des Pfingst-Röckchens. Im Stadtpark, direkt neben dem Botanischen Garten gelegen, sorgten schon am Nachmittag Jorinde Jelen, bekannt vom KIKA-Fernsehen und Musikschüler der Kreismusikschule “Gebrüder Graun” für ein ansprechendes Wurm Up und die Unterhaltung der Jüngsten. „Das kam überaus gut an und hat eine Fortsetzung verdient”, freute sich Tietze.
Dass die Veranstaltung reibungslosund zur Zufriedenheit aller verlief, ist auch den zahlreichen Unterstützern zu verdanken. THW, Feuerwehr, Gewerbeverein Herzberg, das Team des G3 aber auch die Stadt und der Landkreis leisteten ihren Beitrag zum Gelingen des Musikfestes. Das von sich längst behaupten kann, in der Region einzigartig zu sein.

 Die Musiker der Kapelle Petra boten Musik und Show. Für die Veranstalter ist es nicht immer leicht, in jedem Jahr wieder den Nerv des anspruchsvollen Publikums zu treffen.
Die Musiker der Kapelle Petra boten Musik und Show. Für die Veranstalter ist es nicht immer leicht, in jedem Jahr wieder den Nerv des anspruchsvollen Publikums zu treffen. FOTO: Sven Gückel