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Der Esel war der "Renner" beim Mühlenfest in Lebusa

Auch der Esel hat beim Lebusaer Mühlenfest "einen guten Job" gemacht.
Auch der Esel hat beim Lebusaer Mühlenfest "einen guten Job" gemacht. FOTO: Kunze
Lebusa. Die Mitglieder des Lebusaer Mühlenvereins ziehen nach dem Wochenende ein durchwachsenes Fazit. Leider haben sich weniger Besucher eingefunden als in den Vorjahren und als erhofft. Sylvia Kunze

Dabei hatten die Organisatoren in diesem Jahr eher noch "eine Schippe" draufgelegt.

Richtig gut angekommen ist der Esel - sozusagen als Hauptfigur - beim Aufzeigen des Weges vom Korn zum Schrot und zum Mehl. Zum Glück war der Wind den Lebusaern hold, sodass die Mühle am Sonntag den ganzen Tag über in Betrieb war und fleißig gemahlen werden konnte. Das hatte man schon lange nicht mehr. Mal abgesehen davon, dass die sanierungsbedürftigen Flügel das in den zurückliegenden Jahren nicht mehr zugelassen hätten. Aber: Nun ist die Reparatur ja erfolgt - und endlich können die Lebusaer wieder ganz anschaulich zeigen, wie das mit dem Mahlen funktioniert.

Mit lobenden Worten wurde zudem die Idee bedacht, zu anderen Denkmalen im Ort einzuladen. Der Bulldog hat mehrere Male den voll besetzten Kremser Richtung Dorf gezogen, damit die Gäste sich dort auch in der Kirche, im Schloss und im Zinnfigurenmuseum umsehen konnten.

Mehr erhofft hatten sich die Mitglieder des Mühlenvereins von dem kleinen Markt, der auf der Wiese aufgebaut hatte. Wünsche ließ er eigentlich kaum offen, da waren zum Beispiel im Angebot: Produkte von der Straußenfarm, Schmuck, heimische Erzeugnisse aus dem Warenkorb des Drandorfhofs, Korbwaren, Gesundes aus einer Ölmühle, Dekowaren, Holzschnitzereien, Honig und mehr - und alles von Anbietern aus der Region. Die Kauffreude der Besucher war dann aber leider nicht so, wie von den Organisatoren erhofft.

Sie sind sich jedoch einig, an den beiden Aktionen im Jahr festzuhalten: Mühlentag am Pfingstmontag und Mühlenfest im Spätsommer. Ob unbedingt am Tag des offenen Denkmals, wo anderenorts auch viele Angebote locken, das bleibt zu überlegen. Schließlich sollen sich die viele Arbeit und Mühe für den Verein selbst als auch für seine Helfer und Sponsoren, die zum Organisieren solcher unterhaltsamen Stunden gehören, lohnen.

Im nächsten Jahr will man das 25-jährige Bestehen des Lebusaer Mühlenvereins feiern - vielleicht sogar schon erstmals an einem anderen Wochenende und dann mit hoffentlich wieder deutlich mehr Besuchern.