Gerade einmal acht Hektar sind im Vorjahr bei Winkel dazugekommen, ansonsten nur einige wenige Miniflächen. Dabei sind beide Männer fest davon überzeugt, dass Energieholz, sprich Pappelplantagen, für so manchen Privatmann eine kostengünstige Heizalternative sein könnten.

Jedenfalls für jene, "die Ackerland ihr Eigen nennen und es bislang nur für einen vergleichsweise geringen Erlös verpachten", sagt Jürgen Diecke. Er hat vor sieben Jahren die ersten Pappelstecklinge in den Boden gebracht und seitdem viele Erfahrungen mit dem Anbau, der Ernte und der Weiterverarbeitung des Energieholzes gesammelt. Er ist von der Sache so überzeugt, dass er dafür kräftig die Werbetrommel rührt. Erst im Vorjahr hatte er eine eigene kleine Hausmesse organisiert. Darüber hinaus steht er jederzeit als Ansprechpartner bereit.

Der Kölsaer hat gute Argumente gesammelt. Beispielsweise reiche eine Anbaufläche von 1,5 Hektar, um ein Wohnhaus mit 150 Quadratmetern Wohnfläche beheizen zu können. Für einen halben Hektar rechnet er mit Kosten in Höhe von etwa 500 Euro für die Stecklinge, die man per Hand in den Boden bringen könne. Auch das Abernten so einer Fläche sei an einem Tag mit einer handelsüblichen Motorsense und das Aufbereiten des Holzes an einem weiteren Tag mit überschaubarem Technikeinsatz zu bewältigen. Kosten ließen sich so im Rahmen halten.

Jürgen Diecke hat inzwischen ein großes Netzwerk aufgebaut. Das fängt beim Verein Biomasse Schraden an, über den zum Beispiel auch Technik ausgeliehen werden kann, und reicht bis hin zu einem Anbieter von Holzheizkesseln. Er hofft, dass doch noch mehr auf den Energieholz-Zug aufspringen.