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Der Elsterpark in Herzberg boomt

Der Hochseilgarten im Elsterpark ist beliebtes Ziel.
Der Hochseilgarten im Elsterpark ist beliebtes Ziel. FOTO: Werkstätten
Herzberg. Das Projekt "Elsterpark" in Herzberg unter dem Dach der Stiftung Elsterwerk ist eine Erfolgsstory und entwickelt sich zunehmend zu dem gastronomisch-touristischen Highlight im Elbe-Elster-Land. Es schafft Arbeitsplätze für behinderte Menschen und bietet Behinderten und Nichtbehinderten einen erlebnisreichen Aufenthalt. fc

Die im Mai 2014 eröffnete Begegnungsstätte "BlauHaus" mit ihrem gastronomischen Angebot haben nach Hausangaben bis heute schon mehr als 50 000 Gäste besucht. Enorm ist die Steigerung in der Beherbergungsstätte "TraumHaus" mit ihren 30 Doppel- und Familienzimmern. Waren es im vergangenen Jahr etwa 1500 Gäste, sind es in diesem Jahr bereits 3600, so der Leiter des Elsterparks, Robert Haenzel. Das Konzept funktioniert. Das Gros der Besucher sind Gäste, die aus Behinderteneinrichtungen und -werkstätten aus ganz Deutschland kommen.

Zwei Drittel der zu beherbergenden Gäste müssen laut Förderkonzept Menschen mit Behinderungen sein. Robert Haenzel: "Wir liegen mit etwa 70 bis 75 Prozent darüber." Doch zunehmend mehr würden auch Menschen ohne Behinderungen die Angebote des Standortes schätzen. "Wir haben eine deutliche Zunahme von Betriebsfeiern, Hochzeiten und sonstigen familiären Begegnungen", sagt der Elsterpark-Chef. Auch die Tagesangebote im Gastronomiebereich würden immer mehr geschätzt. Waren es im vergangenen Jahr im Juni etwa 1500 Gäste, wurden im gleichen Monat dieses Jahres 2200 gezählt.

Im "BlauHaus" sind zwölf der 21 Mitarbeiter Behinderte aus dem Werkstattbereich der Elsterwerkstätten, Sie arbeiten vor allem in der Küche und im Service. "Das sind arbeitsmarktnahe Arbeitsplätze, wie es sie sonst bei uns nicht gibt", sagt Stiftungsvorstand Frank Hamann. Die behinderten Menschen werden in einem extra eingerichteten Berufsbildungszentrum und in Praktika darauf vorbereitet.

Deutlich ist die Zunahme der Gäste, die den Outdoor-Bereich nutzen. Hochseilgarten und Kanuverleih sind am beliebtesten. Doch die GPS-Schatzsuche und das Bogenschießen holen stark auf. Ganz viele Schul- und Hortgruppen sind inzwischen Gäste.

Kontakt: Tel. 03535 48300