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| 01:08 Uhr

Denn jeder einzelne Euro ist wichtig

Herzberg.. Viele, die in diesen Tagen die Bilder aus Süd-Asien sehen, wollen nur eins: helfen. Doch wie? „Geld wird am dringendsten gebraucht“ , weiß Christine Kanter, Geschäftsführerin des Herzberger Kreisverbandes des Deutschen Roten Kreuzes. Gemeinsam mit anderen Mitstreitern ihres Verbandes wird sie morgen ab 11 Uhr deshalb auf dem Herzberger Markt stehen und um Spenden bitten. Von Sylvia Kunze

Große Illusionen macht sich die engagierte Frau nicht. Sie weiß: „Viel los ist Samstagvormittag in der Innenstadt gewöhnlich nicht.“ Aber das ist für sie kein Grund aus der morgigen landesweiten DRK-Kampagne auszusteigen. „Es ist ein Tag der Solidarität mit den Opfern dieser Naturkatastrophe, und die wollen auch wir bekunden“ , macht die Geschäftsführerin deutlich und verhehlt nicht, dass sie dennoch hofft, einige Euro nach der Aktion auf das Spendenkonto einzahlen zu können.
„Es gibt viele Leute, die einfach nicht so viel geben können und davor zurückscheuen, wegen fünf oder zehn Euro eine Überweisung auszuschreiben“ , hat sie schon mehrfach gehört und wirbt: „Diese Menschen können alle zu uns kommen und ihr Geld in die Spendenbüchse werfen. Wir sorgen dann dafür, dass die Summe auf das richtige Konto kommt.“
Bis gegen Mittag sind Mitarbeiter des Herzberger DRK und die Sondereinsatzgruppe auf dem Herzberger Markt zu finden, wollen dort agieren und hoffen dabei auch auf viele interessante Gespräche. Bei Wiener Würstchen und einem wärmenden Getränk bleibt der eine oder andere vielleicht auch eine Weile stehen. Während Bilder von der Flut in Süd-Asien über die Leinwand flimmern, hofft Christine Kanter viele Informationen vermitteln zu können. Unter anderem auch die, dass freiwillige Helfer dringend gesucht werden, aber keiner denken dürfe, er meldet sich heute und morgen geht es los. Viele Anrufe dieser Art habe sie in den vergangenen Tagen gehabt und alle Namen fleißig notiert, um sie dann an die dafür zuständigen Stellen in Berlin und München weiter zu leiten. „Aber wer in so ein Krisengebiet entsandt wird, muss schon einige Bedingungen erfüllen, ganz speziell in diesem Fall zum Beispiel tropentauglich sein, alle nötigen Impfungen vorweisen, Fremdsprachen beherrschen, handwerklich begabt sein oder vielleicht auch die Befähigung zum Bedienen bestimmter Maschinen vorweisen.“ Selbst die DRK-Helfer würden daraufhin überprüft, bevor sie zum Einsatz kommen.